Chronik der Feuerwehr Cronenberg

Zusammengetragen von Hans-Joachim Donner

In Cronenberg bestanden bereits vor Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1808 organisierte Brandschutzeinrichtungen. Nach einer Aufstellung des Rheindepartements aus dem Jahr 1810 besaß die Mairie Cronenberg eine Brandspritze, 3 Leitern, 4 Brandhaken, 2 Beile, 2 Hacken, 12 lederne Eimer und 2 hölzerne Leuchten. Zur Cronenberger Spritze gehörten 4 Rohrführer und 25 Pumper nebst dem Personal für die übrigen Gerätschaften. Daneben gab es weitere vier Brandspritzen mit Zubehör und Pumpern in den zu Cronenberg gehörenden Ortschaften Kohlfurt, den Sudberger Höfen, den Dohrer Höfen und den Dahler Höfen.“ (Feuerwehren in Wuppertal; Wuppertal 2016, S. 37)

 

Die Stadt Cronenberg gehörte Ende des vorigen Jahrhunderts verwaltungsmäßig zum Kreis Mettmann, die Stadt Wuppertal gab es noch nicht.

 

Überliefert ist der große Stadtbrand in Cronenberg vom 20.05.1829 im Bereich An der Hütte. Bericht des reformierten Pastors C. W. Esch: „Der 20. Mai war für die Bewohner Kronenbergs ein Tag des Schreckens. Mittags nach 1 Uhr brach in der Mitte des Dorfes, auf der Nordseite, wo die Häuser gerade am dichtesten auf einander gedrängt liegen (im Hause des Isaac Tillmanns) ein Feuer aus und griff mit reißender Schnelligkeit um sich. Die ganze Häuserreihe von dem der Riedel’schen Apotheke gegenüberliegenden Hause an bis zur Kirche hinzu war in kurzer Zeit ein Raub der Flammen, welcher bei der Wenigkeit des zu habenden Wassers und bei dem obwohl nicht eben heftigen Luftzug kein Einhalt gethan werden konnte. 46 Familien sind ihres Obdachs und des größten Theils, mache auch aller ihrer Habe und Lebensmittel beraubt worden. Bei dem schnellen Umsichgreifen des Feuers konnte wenig gerettet werden, 6 Scheunen und Ställe, und 6 Schmiedestätten sind bis auf den Grund abgebrannt, unter anderem auch das Armenhäuschen am westlichen Ende des alten Kirchhofs. Eine unzählige Menge Menschen eilte zur Rettung herbei, nicht nur aus diesem Kirchspiel, sondern auch aus den angrenzenden, namentlich aus Solingen, Remscheid und Elberfeld, aus welchen Gemeinden auch mehrere Brandspritzen gebracht wurden; aus Elberfeld kam auch der Landrath Graf von Seyssel, Herr Oberbürgermeister Brüning und mehrere Bau- und Polizeibeamte, städtische Soldaten und die besonders auf Brandfälle bestehende Handwerkscompagnie. Der ganze Ort stand in der größten Gefahr und wie durch ein Wunder hat der Herr die gänzliche Einäscherung desselben abgewendet.“ (CHBV e.V. Cronenberg 1827-1977, Wuppertal 1977, S.56f).   

 

Ein erneuter Großbrand zerstörte bzw. beschädigte am 20.04.1834 insgesamt 14 Häuser An der Hütte.

 

Am 09.07.1839 wurde eine neue Feuerlöschordnung eingeführt.

 

Am 05.07.1843 wütete ein heftiger Brand in Sudberg. Vier Häuser und zehn Scheunen wurden zerstört.

 

Der Brandschutz war in diesen Zeiten mehr oder weniger organisiert durch sog. “Pflichtfeuerwehren”, ein durch ein Ortsstatut aufgezwungener Zusammenschluss von Männern, die Bürgern in Not zu helfen hatten. Das Stadtgebiet war aufgeteilt in verschiedene “Löschbezirke”, in denen die männlichen Bewohner verpflichtet waren, sich bei Brandfällen auf Alarmplätzen zu sammeln und zur Hilfe zu eilen. Jeder Löschbezirk hatte ein kleines Spritzenhäuschen mit einer notdürftigen Ausrüstung. Es gab bestellte Führer, die im Einsatzfall die Löscharbeiten leiteten. Es wurden Übungen veranstaltet, an denen die Teilnahme Verpflichtung war. Der Umgang mit den Löschgeräten sollte so den Mannschaften vertraut gemacht werden. Der Boom der Industrialisierung traf insbesondere das durch die Kleineisen- und Werkzeugindustrie geprägte Cronenberg. Die Anwendungs- und Fertigungstechniken wurden immer umfangreicher und komplizierter. Die Pflichtfeuerwehr war dem nicht mehr gewachsen. In der Cronenberger Bevölkerung wurde der Wunsch nach einer fest gefügten, gut ausgebildeten und ausgestatteten,  disziplinierten Feuerwehr immer größer. In den Nachbargemeinden war die Gründung von Freiwilligen Feuerwehren bereits eingeleitet.

 

Am 16.03. des Jahres 1896 wurde im Bezirk Berghausen die “Freiwillige Turnerfeuerwehr Berghausen” von interessierten Bürgern gegründet. Hier zeigte sich sehr schnell, dass durch die Motivation der ausschließlich freiwilligen, männlichen Mitglieder sich eine schlagkräftige Einheit bildete. Die Schlagkraft konnte erstmals bei einem Brand einer Holzverarbeitungsfabrik am Dohr unter Beweis gestellt werden.

 

Ein Großbrand bei der Firma Prinz & Kremer legte 1904 jedoch die Grenzen des Brandschutzes offen: Der Anmarschweg von Berghausen war viel zu lang, so dass man sich Gedanken um einen flächendeckenden Brandschutz für ganz Cronenberg machen musste. Die Konsequenz bedeutete die Gründung weiterer Löschzüge in den verschiedenen Örtlichkeiten der Gemeinde Cronenberg. Man entsann sich der damaligen Einteilung in die Löschbezirke der Pflichtfeuerwehr. Doch bei den Verantwortlichen der Cronenberger Stadtverwaltung stieß man zunächst auf Widerstand. Es war wohl die Angst vor den Kosten. Erst das persönliche Engagement des Schlossermeisters Walter Püttbach konnte die Fronten enthärten. Es gelang, den Fabrikanten Otto Bauer als ersten Vorsitzenden der Cronenberger Feuerwehr zu gewinnen. Die Männer der ersten Stunde waren Wilhelm Fuchs, Gustav Lühdorf und Wilhelm Vitt. Die statutengemäße Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Cronenberg (Mitte) konnte am 28.10.1904 vollzogen werden. Um die gleiche Zeit konnten auch die anderen Löschzüge gegründet werden: Kuchhausen und Küllenhahn, der dortige Steigerturm stand neben der Grundschule Küllenhahn. Die Freiwilligen Feuerwehren bestanden Ende 1904 somit aus vier Löschzügen: Berghausen, Cronenberg, Kuchhausen und Küllenhahn.

 

Die Wehr trat 1905 dem Rheinischen Feuerwehrverband bei. Die Stärke war auf 35 Männer angewachsen. Der Polizeisekretär Wilhelm Haefs wurde Otto Bauer als zweiter Vorsitzender zur Seite gestellt, später wechselten beide ihre Posten. Ein Steigerturm aus Holz wurde unmittelbar an der Gasanstalt errichtet. Die Steiger konnten nun vernünftig ihre Übungen durchführen. Auch ein Rettungsschlauch konnte zu den bis dahin vorhandenen Leitern beschafft werden.

 

Der Zusammenschluss der Wehren Cronenberg, Berghausen, Kuchhausen und Küllenhahn zur Freiwilligen Feuerwehr Cronenberg erfolgte am 01.11.1908. Die Löschzugführer der damaligen Zeit waren:

 

- Löschzug 1 (Cronenberg):       Brandmeister Püttbach

 

- Löschzug 2 (Berghausen):       Brandmeister Schönenberg

 

- Löschzug 3 (Kuchhausen):      Brandmeister Siebel

 

- Löschzug 4 (Küllenhahn):        Brandmeister Grüngras

 

Die Führung der Gesamtwehr war Oberbrandmeister Haefs übertragen.

 

Die Familie Klippert initiierte 1910 die Gründung der Feuerwehrkapelle Cronenberg. Diese Kapelle unter der Leitung von Löschmeister Klippert wurde kurze Zeit nach ihrer Gründung ein nicht mehr aus dem kulturellen Cronenberger Leben wegzudenkender Teil.

Der Erste Weltkrieg forderte Opfer unter den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Cronenberg. Glücklicherweise konnten die Lücken schnell geschlossen werden und man nutze die Kraft zum Wiederaufbau der Feuerwehr. Weiteres Gerät konnte beschafft werden: eine große mechanische Leiter, ein Rettungsschlauch sowie ein von einem Cronenberger Bürger geschenkter Mercedes-Benz, der als Mannschaftswagen umgebaut wurde. Später kamen eine Motorspritze und ein Krankenwagen hinzu, die Wehr war gut gerüstet.

Als die Gasanstalt stillgelegt wurde, schlug die Geburtsstunde des heutigen Gerätehauses an der heutigen Kemmannstraße (damals Gasstraße 5). Der ganze südliche Flügel wurde zu einem modernen Feuerwehrhaus umgebaut. Im Erdgeschoss wurde eine große Halle eingerichtet, in der alle Fahrzeuge und Geräte zum Abrücken bereit standen. Des Weiteren wurden eine Schlauchwäsche mit Trockenanlage, eine Reparaturwerkstatt sowie ein Versammlungsraum hergerichtet. Fünf Wohnungen konnten für Feuerwehrangehörige in den Obergeschossen übernommen werden. Unmittelbar ans Gerätehaus ist der massive, vier Stockwerk hohe, Steigerturm angebaut, in dessen Erdgeschoss der Krankenwagen bereit stand. Der hölzerne Turm wurde abgerissen.

 

Eine bittere Stunde für die bis dahin selbständige Stadt Cronenberg: Am 01.08.1929 erfolgte die Eingemeindung in die neu geschaffene, aus den Städten Barmen und Elberfeld sowie weiteren Stadtteilen gegründete, Stadt Wuppertal. Die Zugehörigkeit zum Kreis Mettmann erlosch, das gesamte Feuerwehrwesen wurde neu organisiert. Die Wehren in Wuppertal wurden zusammengefasst. Die letzten „selbständigen” Führungskräfte waren:

 

- Löschzug 1 (Cronenberg):                                           Brandmeister Püttbach

 

- Löschzug 2 (Berghausen):                                           Oberbrandmeister Schönenberg

 

- Löschzug 3 (Kuchhausen):                                          Brandmeister Jöcker

 

- Löschzug 4 (Küllenhahn):                                           Brandmeister Bartsch

 

Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Cronenberg:        Branddirektor Fehlis (Verwaltungsleiter)

 

Die Cronenberger Feuerwehr trat 1930 dem Kreisfeuerwehrverband Wuppertal bei.

 

Die Wehr schaffte es im Jahr 1932 mit eigenen Mitteln sich einen zwar gebrauchten, aber noch gut erhaltenen „Autotransportwagen“ zu beschaffen.

 

1933 übergab der Leiter der Berufsfeuerwehr, städtischer Branddirektor Linn, eine Motorspritze. Hierbei handelte es sich um eine abprotzbare Anhängermotorspritze aus der Feuerwehrgerätefabrik Meyer in Hagen. Der zweizylindrige Zweitaktmotor mit einer Leistung von 25 PS sorgte für eine Pumpenleistung von 800 Liter in der Minute. Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Wuppertal, Branddirektor Borcherding, beglückwünschte die Wehr zu diesem neuen Löschgerät.

Nachdem schon zuvor zu schweren Verkehrsunfällen auf der Talfahrt nach Kohlfurtherbrücke mit Verletzten gekommen war, kam es  am 09.09. zu einem grausamen Unglück in der sog. Todeskurve auf der Strecke zwischen Cronenberg und Kohlfurth, bei dem ein mit 40 SA-Leuten besetzter LKW aus Bochum die steile Böschung hinunter stürzte. Elf Personen kamen hierbei ums Leben, 34 weitere wurden verletzt. Außerdem leistete die Wehr in diesem Jahr bei einem Dachstuhlbrand, zwei Schuppenbränden, einem Balkenbrand, einem Schornsteinbrand und acht Waldbränden erfolgreiche Hilfe. Die einzelnen Löschzüge hielten 37 Übungen ab und die Gesamtwehr wurde zu zwei größeren Übungen im Gesamtverband zusammengezogen und namentlich bei letzterer, die im September an den Gebäuden der Firma Carl Bauer stattfand, das gesamte Löschmaterial einschließlich Motorspritze in Tätigkeit gesetzt.

 

Anlässlich der Jahreshauptversammlung 1934 war der wichtigste Punkt die zu beschließenden Maßnahmen aus Anlass des Gesetzes über das Feuerlöschwesen vom 15.12.1933. Um die im Gesetz vorgesehene Überleitung in eine Einheitsfeuerwehr für ganz Wuppertal durchzuführen, wurde einstimmig beschlossen, die Freiwillige Feuerwehr Cronenberg aufzulösen und das gesamte Vermögen der Wehr einschließlich aller Geräte, Ausrüstungen und Bekleidungen der Stadtgemeinde Wuppertal zur Verfügung zu stellen. Als Liquidatoren wurden gewählt: Branddirektor Fehlis und Brandmeister Deuchert, die auch gleichzeitig ermächtigt wurden, an der Ausarbeitung und Beschlussfassung über die neuen Satzungen des Vereins „Freiwillige Feuerwehr Wuppertal“ mitzuwirken. Es wurde vom Vorsitzenden hierbei ausdrücklich betont, dass die Wehr Cronenberg bis zur Neugestaltung des Feuerwehrwesens in Wuppertal mit allen ihren Führern und Mannschaften den Feuerlöschdienst in derselben Weise wie bisher versieht und dass voraussichtlich nach der Neugestaltung der Stadtteil Cronenberg einen Ganzlöschzug und drei oder vier Halblöschzüge entsprechend der heutigen Einladung erhalten wird. So kam letztendlich im Dritten Reich die Wehr in die Feuerlöschpolizei und damit zwangsläufig die Unterstellung zur Berufsfeuerwehr Wuppertal. Die bisher in Wuppertal vorhandenen zwölf Wehren sind nunmehr zu einer Wehr unter einheitlicher Führung vereinigt. So kam es zur Gründung von militärischen Löschverbänden. Deren Wuppertaler Gesamtführung, Branddirektor Linn und Oberbrandrat Fleing, später Oberbrandrat Riedel, haben sich der Forderungen der Cronenberger Wehr angenommen und nach Möglichkeit alles zum Erhalt der Schlagkraft der Wehr getan. So berichtet der Schriftführer Emil Busley am 23.10.1934:

 

Laut Anweisung der Branddirektion Wuppertal wurde für die freiwillige Feuerwehr Cronenberg folgende Anordnung getroffen:

  1. Die freiwillige Feuerwehr Cronenberg erhält jetzt die Bezeichnung Löschverband Cronenberg der freiwilligen Feuerwehr Wuppertal.
  2. Leiter des Löschverbandes ist Hauptbrandmeister Putsch.

III. Der Löschverband setzt sich zusammen aus 4 Halbzügen, Stärke je 27 Mann einschließlich Führer. Innerhalb des Ortsbezirkes bestehen jetzt 2 Halbzüge.

Halbzug1 führt Brandmeister Deuchert

Halbzug 2 führt Brandmeister Thomas

Halbzug 3 führt Brandmeister Richter

Halbzug 4 führt Brandmeister Jannes“

 

Der Mitgliederbestand des Löschverbandes wuchs auf 140 Mann.

Der Verbandstag des Kreisfeuerwehrverbandes Wuppertal fand im August in Cronenberg statt.

Am 24.12.2934 kam es zu einem Großbrand bei der Firma Vorwerk & Sohn (Barmen Lichtenplatz), bei dem neben vielen anderen auch die Feuerwehr Cronenberg eingesetzt worden ist. Busley führt in seinem Bericht am selben Tag aus: „In den Lagerräumen der Fa. Vorwerk war Feuer ausgebrochen. Bei Eintreffen der Berufswehr Barmen und Elberfeld stand das Lagergebäude bereits in Flammen. Branddirektor Linn alarmierte daraufhin die freiwilligen Wehren Vohwinkel, Ronsdorf, Hahnerberg und Cronenberg. Die Wehr Cronenberg war ununterbrochen 57 Std. mit 906 Arbeitsstunden am Brandherd tätig. Die vor zwei Jahren beschaffte Motorspritze hat sich dort bestens bewährt, war sie doch 32 Stunden in Tätigkeit. Mit vereinten Kräften war es möglich die Fabrikationsräume zu retten und somit einen großen Teil Volksgenossen in Arbeit und Brot zu erhalten.“ Alle beteiligten Männer der Wehr erhielten zum Dank von der Werkleitung eine Erinnerungsplakette. Darüber hinaus wurde dem Löschverband Cronenberg ein größerer Geldbetrag übergeben.

 

Im Jahr 1935 zeichneten sich die nachstehenden Kameraden für die Leitung des Löschverbandes Cronenberg verantwortlich: 

 

- Halbzug 1 (Cronenberg):                                            Löschmeister Vitt

 

- Halbzug 2 (Berghausen):                                            Brandmeister Thomas

 

- Halbzug 3 (Kuchhausen):                                            Brandmeister Richter

 

- Halbzug 4 (Küllenhahn):                                              Brandmeister Jannes

 

Führer des Löschverbandes Cronenberg:                      Hauptbrandmeister Putsch

 

Auf der Jahreshauptversammlung des Halbzuges 2 (Cronenberg) am 28.01.1935 verlieh der Kreiswehrführer Branddirektor Linn den Kameraden der Altersabteilung Ehrenbranddirektor Fehlis und Wehrmann Greven das neu geschaffene Feuerwehr-Erinnerungszeichen für Verdienste und 25-jährige Mitgliedschaft. 

 

Im Jahr 1936 berichteten die Chronisten über die Planung und den Bau einer Schießbahn am Feuerwehrhaus in der Kemmannstraße. Im Laufe des Jahres wurde Hauptbrandmeister Putsch auf eigenen Wunsch beurlaubt. Oberbrandmeister Deuchert wurde mit der kommissarischen Leitung des Löschverbandes betraut.

 

1942 gab es ein Großfeuer in Sudberg, dessen Ursache nicht eindeutig einem Bombenabwurf zugeordnet werden kann: „Am Donnerstag, den 7. Mai 1942, nachmittags gegen 3 Uhr, entsteht in den Backräumen der Bäckerei Putsch im Wohnplatz Mittelsudberg Feuer, das sich infolge des starken Südwestwindes schnell ausbreitete. Durch Funkenflug war der ganze Wohnplatz in Gefahr, und es entstanden auch an verschiedenen Gebäuden, Dach,- Giebel- und kleinere Brandschäden, die aber gelöscht werden konnten. Total niedergebrannt sind aber die Besitzungen Putsch mit Bäckerei und Wirtschaft, das daran gebaute Besitztum Engels und die in der Windrichtung liegenden Besitzungen Engelke und Braumann. 10 Familien mit 26 Personen wurden obdachlos, konnten aber [woanders] untergebracht werden. 3 Löschzüge der Feuerschutzpolizei Cronenberg und Elberfeld waren eingesetzt und stundenlang tätig. Leider forderte der Brand ein Todesopfer. Der mit den Löscheinheiten von Elberfeld eingesetzte SHD.-Mann Naber aus Elberfeld wurde von einem einstürzenden Schornstein erschlagen.“ (Festschrift 950 Jahre Cronenberg und 400 Jahre Sensen-Privileg, 2000).

 

Am 24./25.06.1943 richteten schwere alliierte Luftangriffe auf Elberfeld auch erhebliche Schäden im Zentrum Cronenbergs und in Küllenhahn an und forderten zahlreiche Todesopfer. Das Rathaus wurde stark beschädigt und brannte vollkommen aus. Die katholische Kirche wurde am 03.07. durch ein Feuer zerstört.

 

Am 26.03.1944 entstanden schwere Bombenschäden in Kuchhausen. Am 04./05.05. verursachten schwere Luftangriffe auf Solingen auch in Cronenberg große Schäden. Infolge des Sprengbombenabwurfs über Wuppertal am 21.05. kamen in Cronenberg 16 Menschen ums Leben, davon allein acht Kinder. Am 05.11. kam es zu starken Zerstörungen nach alliierten Luftangriffen in Sudberg.

 

Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges 1945 bekamen die militärischen Löschverbände ihren Status als Freiwillige Feuerwehr zurück. Ohne politische Zwänge konnten nun die Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland neu beginnen. Die Britische Besatzungsmacht erlaubte die Reaktivierung der Cronenberger Feuerwehr mit einer Mitgliederzahl von maximal 19 Mann. Unter der Führung von Oberbrandmeister Gustav Vitt gelang es jedoch kaum, selbst diese geringe Anzahl freiwilliger Kräfte zusammenzubekommen. “Nie wieder Uniform” war in aller Munde. Die Nachkriegszeit stellte besonders hohe Anforderungen an die Männer. Es galt aus dem “Nichts” wieder eine Feuerwehr aufzubauen. Unter unglaublichen Schwierigkeiten und Mühen gelang es jedoch, wieder Personal, Fahrzeuge und Gerät sowie eine Unterkunft zu erhalten. Ein Geschenk der Deutschen Bank verschaffte der Wehr einen PKW, Marke Daimler, der einst den Privatwagen von Prinz Heinrich von Preußen darstellte. Dieses Fahrzeug wurde umgebaut und mit einem Tragkraftspritzenanhänger versehen. Nach dem Krieg verfügte man über ein Löschfahrzeug von Magirus. Auf Grund der zur damaligen Zeit gut ausgerüsteten Freiwilligen Feuerwehr Hahnerberg wurde der Küllenhahner Halbzug nicht wieder ins Leben gerufen. Auch die Halbzüge Berghausen und Kuchhausen wurden nicht mehr reaktiviert, sie fanden ihre Heimat letztendlich in der Feuerwehr Cronenberg.

 

Im Jahr 1952 wurde dieses Fahrzeug durch ein Gebrauchtes von Mercedes ersetzt.

 

Im Jahr 1954 war der Mitgliederstand wieder auf 26 gewachsen. Man feierte das 50-jährige Jubiläum.

 

Noch während der Abschlussübung 1959 mussten die Kameraden zu einem Großwaldbrand an der Teufelsbrücke ausrücken. Als gegen 20 Uhr der Einsatz immer noch nicht abgeschlossen war, sprangen die Hahnerberger Kameraden in die Bresche und die Cronenberger wurden abgelöst, da im Vereinslokal bereits die Restaurationsschnittchen und die Tanzmusik warteten. Dem Oberbrandmeister Gustav Vitt wurde für seine langjährigen Dienste das Feuerwehrverdienstkreuz II. Klasse des Deutschen Feuerwehrverbandes verliehen. Mit Erreichen der Altersgrenze wurde der Löscheinheitsführer Gustav Vitt durch den Leiter der Feuerwehr Wuppertal, Herrn Oberbrandrat Winkler, anlässlich der Abschlussübung verabschiedet. Erich Heß übernahm die Nachfolge. Weitere Beförderungen wurden ausgesprochen: Alfred Hilbertz (Brandmeister), Paul Georg Schulte und Heinz Vitt (Unterbrandmeister). Für 40jährige Dienstzeit erhielt der Musikmeister Erwin Klippert das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold des Landes NRW. Bei dem Großbrand bei der Firma Vorwerk und Sohn auf dem Lichtenplatz kam die Feuerwehr Cronenberg über viele Stunden zum Einsatz. Insgesamt leisteten die 21 Kameraden 31 Einsätze.

 

Auf der Jahreshauptversammlung 1960 würdigten die Gäste, Oberbrandrat Winkler, Brandinspektor Haseke und Hauptbrandmeister von Wenczowsky die Leistungen der Feuerwehr Cronenberg mit den Worten, „dass die vorbildliche Kameradschaft der Cronenberger zugleich ihr Erfolg sei“. Die Feuerwehrkapelle feierte ihr 50-jähriges Jubiläum am 28. Mai. Am 1. Oktober verstarb der letzte Branddirektor der Stadt Cronenberg, Fritz Fehlis. Der Cronenberger Veraltungsdirektor trat 1907 in die Dienste der einstmalig selbständigen Stadtgemeinde Cronenberg. Er wandte sich mit großem Idealismus allen Lebensbereichen der Bevölkerung zu. So galt seine besondere Liebe der Feuerwehr, der er lange Jahre als Brandmeister vorstand. Es zählte zu den Mitbegründern der Feuerwehrkapelle. In Erinnerung blieb der Waldbrand im März am Hütterbusch, dem 50.000 m2 zum Opfer fielen. Im August mussten die Keller des gerade eröffneten Ratskellers gelenzt werden. 27 Einsätze wurden insgesamt geleistet.

 

Der Fahrzeugpark wurde 1961 durch gebrauchte Fahrzeuge von der Berufsfeuerwehr erneuert. Auszug aus dem Jahresbericht: „Der 29. März war für die Wehr ein Freudentag, denn nach langen Bemühungen wurde der wehr ein neues Fahrzeug, L.F. 16, übergeben, so dass der alte Schinken in den Ruhestand versetzt werden konnte“. Eine Jugendfeuerwehr wurde gegründet, die Ausbildung übernahmen die Kameraden Schulte und Neuschäfer. Der Deutsche Feuerwehrtag am 25. Juni in Bad Godesberg wurde von den Kameraden besucht, ebenso die Ausstellung „Roter Hahn“ in Köln. Ende Juli machten die Kameraden eine Herrentour ins hessische Obertshausen. Das langersehnte Schuhwerk bekam die Wehr am 20. August gestellt. Jeder Kamerad musste 15 DM hinzuzahlen und konnte nach drei Jahren die Stiefel als sein Eigentum betrachten. Anlässlich der Jahresabschlussübung am 7. Oktober auf dem Gelände des Cronenberger Bahnhofs ernannte Oberbrandrat Winkler schließlich neun Jungen zu Jugendfeuerwehrmännern. Am 14. Oktober wurde das letzte Kapitel der Berghauser Feuerwehr geschrieben: Der Steigerturm auf Berghausen wurde von den Kameraden abgerissen. 23 Kameraden leisteten 21 Einsätze.

 

Anlässlich der Jahreshauptversammlung 1962 konnte Hauptbrandmeister von Wenczowsky im Auftrage des Kommandos der Berufsfeuerwehr den Kameraden Schulte zum Brandmeister befördern. Brandinspektor Busley sagte zu, die Cronenberger und Berghauser Sirenen zu koppeln, um so eine bessere Alarmierung zu bekommen. Die Jugendgruppe erhielt neue Ausgehuniformen. Der Raum unter dem Steigerturm, der früher als Krankenwagengarage genutzt wurde, wurde zu einem Aufenthalts- und Unterrichtsraum für die Wehr in Eigenarbeit umgebaut. Im September fuhren die Kameraden zu einem Besuch der befreundeten Feuerwehr Hamburg-Bergedorf. Die Feuerwehr Cronenberg erhielt ein zweites Löschfahrzeug. Es wurden 15 Einsätze gefahren, die Wehr bestand aus 33 aktiven Mitgliedern.

 

Branddirektor Winkler beförderte auf der Jahreshauptversammlung 1963, die erstmals im neuen Aufenthaltsraum stattfinden konnte, Heinz Vitt zum Brandmeister. Eine große Gemeinschaftsübung wurde auf dem Gelände der Firma Carl Bauer abgehalten. Es übten die Werksfeuerwehr Bauer, die Feuerwehr Cronenberg und die Jugendfeuerwehr Cronenberg. Unter der Leitung von Oberbrandmeister Heß und Brandmeister Hilberts wurde den beiden Einsatzleitern Paul Neuschäfer (Werksfeuerwehr) und Paul Georg Schulte (Jugendfeuerwehr) großes Lob ausgesprochen.  Bei einem Holzlagerbrand in der Neuenhofer Straße waren die Berufsfeuerwehr sowie die Wehren Cronenberg und Hahnerberg stundenlang im Einsatz. Am 17. April brannte die Getränkehandlung Lehnig am Eich, hierbei wurden nicht weniger als 8 C-Rohre eingesetzt. Neben der Lagerhalle brannten zwei PKW aus, die dort abgestellt waren.  Unter Leitung von Musikmeister Lehmeier spielte die Feuerwehrkapelle Cronenberg auf dem Kreisverbandstag anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der FF Sonnborn. In diesem Jahr erfolgte der „Gegenbesuch“ der Kameraden der FF Hamburg-Bergedorf. Es wurden 26 Einsätze abgeleistet.

 

Aus gesundheitlichen Gründen bat Erich Heß 1964 um die Versetzung in die Alters- und Ehrenabteilung. Am 30. Mai wurde Heinz Vitt zum Einheitsführer bestellt. An diesem Tag wurde der erste Feuerwehrball im Rahmen der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum im festlich geschmückten Rathaussaal gefeiert. Branddirektor Winkler, der Chef der Berufsfeuerwehr, begrüßte Gäste aus Wuppertal, Remscheid, Solingen, Opladen, aus dem Siegerland und aus Hamburg. Gustav Vitt und Erich Heß wurden zum Ehren-Oberbrandmeister ernannt, Erich Heß erhielt darüber hinaus das Feuerwehr-Ehrenzeichen für langjährige Verdienste im Feuerlöschwesen. Beförderungen gab es für Heinz Vitt (Oberbrandmeister) und Fritz Fette (Brandmeister). Im Juni unterstütze die Wehr die Kameraden der Berufsfeuerwehr beim Sportfest der Berufsfeuerwehren in Nordrhein-Westfalen. Einem schweren Unfall im Burgholz fiel das Tanklöschfahrzeug Borgward zum Opfer. In der Gerstau brannten mehr als 100.000 m2 Wald, die Berufsfeuerwehren aus Remscheid und Wuppertal löschten mit den Freiwilligen aus Cronenberg und Hahnerberg den ganzen Tag. Anlässlich der Einweihung des neuen Gerätehauses der befreundeten Feuerwehr in Opladen-Lützenkirchen beteiligte sich die Wehr an einer gemeinsamen Altertumsübung. Die Abschlussübung bei der Firma Jöker, Zum Tal, bewies die Leistungsfähigkeit der Cronenberger Wehr. Schon nach sechs Minuten waren drei C-Rohre vorgenommen worden. Die Wasserversorgung wurde aus dem alten Gaskessel an der Kemmannstraße hergestellt. Insgesamt mussten 19 Einsätze geleistet werden. Die Wehr verfügte über 31 Mann, 19 Einsätze wurden gefahren.

 

Im Jahr 1965 wurde der Fahrzeugpark durch Zugänge des Zivilen Bevölkerungsschutzes um drei Fahrzeuge erweitert. Mit dem Schlauchwagen wurden nun verstärkt auch Einsätze außerhalb des Cronenberger Stadtgebietes gefahren. Die Wehr erhielt erstmals ein Fahrzeug mit Funk: ein Löschfahrzeug mit dem Rufnamen „Florian 61”. Für die Jahrestour wurde erneut Hamburg-Bergedorf als Ziel gewählt. Am 24. September fand für die Freiwilligen Feuerwehren in Wuppertal ein Tag der offenen Tür statt. Die FF Cronenberg stellte dazu ihre Fahrzeuge auf dem Rathausplatz aus, ebenfalls wurde eine Altertumsübung vorgeführt. 30 Einsätze leisteten die 31 Kameraden.

 

Am 26.5.1966 geleiteten die Kameraden den Mitbegründer der Cronenberger Feuerwehr, Walter Püttbach, zur letzten Ruhe. Anlässlich der Abschlussübung in Unterkirchen, gemeinsam mit der DRK-Bereitschaft Cronenberg, beförderte Brandrat Ahrens den Kameraden Karl Schenk zum Brandmeister. 21 Kameraden nahmen an einem Erste-Hilfe-Lehrgang des Deutschen Roten Kreuzes teil. Die Fahrzeughalle wurde umfassend durch die Kameraden renoviert. Die Wehr aus Hamburg-Bergedorf war in Cronenberg zu Gast. Eine groß angelegte Übung des Zivil- und Katastrophenschutzes führte Einheiten aus ganz Wuppertal zum ehemaligen Altersheim Grenze Jagdhaus, mit dabei auch die Cronenberger Wehr. 34 Einsätze rundeten das Jahr ab.

 

1967 begleiteten die Kameraden die Beisetzung von Branddirektor Leonhard Winkler, dem Leiter der Berufsfeuerwehr der Jahre 1958 – 1966. Die Sommertour führte zur Rurtalsperre in die Eifel. Die 28 aktiven Kameraden leisteten 39 Einsätze, angefangen von der Bekämpfung eines Baubudenbrandes am 2. Januar bis zum Zimmerbrand am 24. Dezember in Hintersudberg.

 

Im Jahr 1968 wurden außergewöhnlich viele Waldbrandeinsätze gefahren. Auch zur Unterstützung benachbarter Wehren mussten die Cronenberger vielfach ausrücken. Ein Großfeuer auf dem Gut Hipkendahl beschäftigte die Wehr einen ganzen Tag. Für die Abschlussübung am 26. September hatte sich die Führung der Wehr ein schwieriges Gelände an der Teufelsbrücke ausgedacht. Die Übung wurde unter der Aufsicht vom Leiter der Berufsfeuerwehr, Herrn Oberbrandrat Ahrens, abgehalten. Die Zahl von 69 Einsätzen übertraf alle bisherigen Werte.

 

1969 unterstütze die Cronenberger Wehr beim Großbrand einer Isoliermittelfabrik in der Bayreuther Straße in Elberfeld. So waren neben der Berufsfeuerwehr (Elberfeld und Barmen) auch die Freiwilligen aus Ronsdorf, Cronenberg, Vohwinkel, Kohlstraße und Hahnerberg im Einsatz. Im Mai machte die Wehr anlässlich ihres 65-jährigen Bestehens eine Autobusfahrt zur Solinger Talsperre. Im Dezember ging man an einer Katastrophe nur knapp vorbei: Ein mit 26.000 Litern Heizöl beladener Tanksattelzug kippte in der berüchtigten „Todeskurve“ in der Solinger Straße um. Glücklicherweise hielt der Tank und nur wenig Betriebsstoff lief aus. Allein der Umweltschaden beim Bersten des Tanks wäre erheblich gewesen. Die 29 Kräfte der Wehr mussten 40 Einsätze ableisten, dabei war ein Schnitt von nahezu 12 Männern je Einsatz zur verzeichnen. Jürgen Kipper wurde zum Brandmeister befördert. Die Klagen über einen mangelhaften Zustand des Gerätehauses werden immer deutlicher.

 

Ein eher dunkles Kapitel in der Chronik im Jahr 1970: Das Cronenberger Gerätehaus, im Besitz der Wuppertaler Stadtwerke, stand zum Verkauf an. Über Monate sollten die Zeitungen mit Berichten und Diskussionen über dieses Thema gefüllt sein. Auf der Jahreshauptversammlung im Haus Bergmann machten sich die Kameraden einmal mehr Luft und wiesen auf die unzureichende bauliche Situation des Gerätehauses hin. Branddirektor Ahrens forderte die Wehr auf, mit diesen Problemen mehr an die Öffentlichkeit zu gehen, bevor er den Kameraden Kipper zum Brandmeister beförderte. Im Februar durfte sich die Wehr als „Brandstifter“ betätigen, galt es zwei Baracken und eine Scheune im Rahmen einer Übung anzuzünden. Am 4. April wurde die letzte Straßenbahn verabschiedet. Im Rahmen eines Volksfestes für die Cronenberger verkauften die Kameraden Grillwürstchen auf dem Rathausplatz. Die Kameraden besuchten den Deutschen Feuerwehrtag in Münster. Nach zehnjähriger Planung wurden im Gerätehaus endlich Duschen eingebaut. Ein Großereignis war die Übung aller Freiwilligen Feuerwehren Wuppertals am Cronenberger Ehrenmal. Dort kamen über 150 Feuerwehrmänner mit 25 Fahrzeugen zum Einsatz. Kamerad Herbert Elstner wurde von Branddirektor Ahrens zum Brandmeister befördert. Das alte Löschfahrzeug LF 15 wurde ausgemustert. Mit 54 Einsätzen lag die Cronenberger Feuerwehr an zweiter Stelle hinter Vohwinkel in ganz Wuppertal. Die Stärke betrug 29 Mann.

 

Am 08.04.1971 verabschiedeten sich die Kameraden am Grabe von Gustav Vitt. In den Jahren nach dem Krieg baute er mit einigen unermüdlichen Kameraden die Cronenberger Wehr wieder auf und setzte sich  auch bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst immer für die Belange der Feuerwehr Cronenberg ein. Wieder führte die Jahrestour nach Hamburg-Bergedorf, wo sich mittlerweile Freundschaften entwickelt haben. Heinz Vitt wurde am 25. September zum Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Wuppertal gewählt. Zur überörtlichen Hilfe rückte die Wehr im Februar mit ihrem Schlauchwagen nach Schwelm aus, wo es zu einem Großbrand in einem Kunststoffwerk gekommen war. Im Oktober fand in Ronsdorf eine Großübung statt, an der die Cronenberger Wehr mit dem LF 16 und dem SKW teilnahm. Die Abschlussübung stellte die Wehr vor eine große Aufgabe: Für den angenommenen Brand bei der Fa. Romulus in der Herichhauser Straße musste eine Löschwasserversorgung vom Strandbad Hütterbusch aufgebaut werden. Die Aufgabe wurde mit großem Aufwand gut gelöst. 

 

Nach langen Verhandlungen, die nicht immer sachlich waren, wurde das Gerätehaus im Jahr 1972 an die Stadt Wuppertal verkauft und somit der Standort der Feuerwehr Cronenberg gesichert. Im Juni wurde die Messe „Interschutz“ und der „Rote Hahn“ in Frankfurt/Main besucht. Aufgrund der Initiative der Feuerwehr Cronenberg fand am 12. August die erste Cronenberger Werkzeugkiste statt. Ein Volksfest aller Cronenberger Vereine zugunsten geistig und körperlich Behinderter. Bis zum Ende des Jahrtausends sollte eine Nettoeinnahme von über 1,5 Millionen DM für diesen Zweck erwirtschaftet werden. Im Jahr 1972 fand die zweite Gründung der Jugendfeuerwehr in Cronenberg statt. Diese zunächst zwölfköpfige Jugendfeuerwehr besteht durch ständige Fluktuation bis zum heutigen Tag und gilt deshalb als erste Jugendfeuerwehr in Wuppertal. Der Fahrzeugpark erneuerte sich durch ausmustern alter Fahrzeuge und Ersatz durch gebrauchte Fahrzeuge von der Berufsfeuerwehr. Allein im ersten Vierteljahr wurde die Wehr zu 24 Waldbränden alarmiert, sechs Einsätze an einem Tag waren der Höhepunkt. Heinz Vitt wurde zum Hauptbrandmeister und Peter Krenzler zum Brandmeister befördert. Insgesamt leisteten die 32 Männer 56 Einsätze.

 

Zum ersten Mal konnte 1973 eine Jahreshauptversammlung in den ausgebauten und renovierten Aufenthaltsräumen im eigenen Gerätehaus abgehalten werden. Manfred Elstner konnte durch den Leitenden Branddirektor Ahrens zum Brandmeister befördert werden. Zum stellvertretenden Wehrführer wurde

Oberbrandmeister Jürgen Kipper ernannt. Am 27. Januar hieß es „Allein gegen Alle“, das beliebte Quiz mit Hans Rosenthal war in Cronenberg zu Gast. Natürlich war auch die Feuerwehr vertreten und versorgte die zahlreichen Gäste auf dem Rathausplatz mit Getränken. Die zweite Cronenberger Werkzeugkiste führte wiederum zum großen Erfolg. Bei der Abschlussübung bei der Fa. Cleff in der Kemmannstraße musste die Wasserversorgung aus dem alten Gaskessel neben dem Gerätehaus sichergestellt werden. Nach der Manöverkritik konnte Manfred Elstner zum Brandmeister und Jürgen Kipper zum Oberbrandmeister befördert werden. Die Jugendarbeit übernahmen Hans-Peter Mühlhoff und Udo Buchner.

 

Das Jahr 1974 stand – wieder einmal – ganz im Zeichen der Renovierungsarbeiten im Gerätehaus. Unzählige Stunden leisteten die Kameraden bei den Arbeiten. Auch der Vorplatz sollte im November endlich neu gestaltet sein. Die Freiwillige Feuerwehr Cronenberg feierte ihr 75-jähriges Jubiläum. Der Kreisverbandstag der Feuerwehr Wuppertal fand in Cronenberg statt. Von den 56 Einsätzen des Jahres entfielen allein 18 auf den Bereich Sudberg. Die Wehr bestand aus 36 Mann.

 

Auf der Jahreshauptversammlung 1975 wurde Karl-Heinz Homm durch den Leiter der Berufsfeuerwehr, Branddirektor Ahrens, zum Brandmeister befördert. Herbert Elstner und Alfred Hilbertz erhielten aus seiner Hand das Feuerwehrehrenzeichen der Landesregierung in Silber für 25-jährige Tätigkeit in der Feuerwehr. Beide wechselten in die Ehrenabteilung. Die ersten Jugendfeuerwehrmitglieder wechselten in die aktive Wehr. Auch der dritte Anlauf der Cronenberger Werkzeugkiste führte zum Erfolg. Für den theoretischen Unterricht konnten in diesem Schulungshalbjahr erstmalig Kollegen von der Berufsfeuerwehr gewonnen werden, die in ihrer Freizeit ihr Wissen an die Kameraden weitergeben konnten. Ein Brand zerstörte am 09.06. große Teile der Maschinenmesserfabrik J. A. Rubens in Herichhausen. Mit insgesamt 51 Einsätzen schloss das Jahr ab.

 

Im Jahr 1976 wurde erstmals im Sommerhalbjahr eine Gruppenteilung ausprobiert. So war es möglich, mit insgesamt 34 Kameraden den Ausbildungsbetrieb zu optimieren: eine Gruppe übte mittwochs, die andere sonntags. Die Kameraden beschlossen, sechs Handsprechfunkgeräte selbst zu beschaffen, da derartige Geräte nicht von der Berufsfeuerwehr zur Verfügung gestellt werden. Hierfür musste allerdings auf Spendengelder und auf den Gewinn des Sommerfestes zurückgegriffen werden. Im September machten die Kameraden einen Ausflug zu einer Reiter-Hazienda in Kürten, im Oktober wurden der Braunkohle-Tagebau Fortuna und das Kraftwerk Niederaußem besichtigt. Anlässlich der Abschlussübung bei der Lebenshilfe wurde der Cronenberger Pfarrer Maximilian Osmainski, der in seiner früheren Pfarre in Bergheim auch der Feuerwehr vorstand, zum Oberbrandmeister der Cronenberger Feuerwehr befördert. Die 38 Kameraden leisteten 54 Einsätze.

 

1977 bescherte der wehr wieder zahlreiche Einsätze. Der Höhepunkt war 1977 der Brand der Börse am Elberfelder Viehhof. Die Cronenberger Freiwilligen waren dort über viele Stunden im Einsatz. Man beschloss, künftig auf die Durchführung eines Sommerfestes zu verzichten, da Aufwand und Nutzen in einem Missverhältnis stehen. Die vierte Cronenberger Werkzeugkiste unter tatkräftiger Beteiligung der Kameraden ist mittlerweile ein nicht mehr wegzudenkender Teil des Jahresdienstplans. Bei der Jahrestour nach Bremerhaven war die Fahrt mit dem Löschkreuzer Weser auf der Nordsee ein unvergessenes Ereignis, ebenso die Tagesfahrt nach Helgoland. Der Feuerwehrball im Stadtsaal führte viele Cronenberger zusammen. Die Einsatzzahl betrug 30.

 

Nach fast 31-jähriger Dienstzeit wurde auf der Jahreshauptversammlung 1978 der Kamerad Brandmeister Karl Schenk in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Die Jahrestour führte nach Freudenstadt in den Schwarzwald. Im Oktober kam es zu einem der bisher größten Einsätze der FF Cronenberg: Der Brand bei der Fa. Matthey in Barmen mit einer Schadenssumme von über 3 Millionen DM. Die Übertritte von Jugendfeuerwehrmitgliedern in die aktive Wehr führte zu einer Stärke von 37 Mann, erste Früchte der Jugendarbeit waren zu verzeichnen. Die Einsatzzahl sank auf 25. 

 

Im Jahr 1979 feierte die FF Cronenberg ihr 75-jähriges Jubiläum im Festzelt auf dem Nachbargrundstück. Über 800 Gäste fanden sich ein. Der Kreisverbandstag der Feuerwehr Wuppertal am Freitag wurde zeitgleich in Cronenberg abgehalten. Hier wurde Heinrich Riemann zum Oberbrandmeister befördert, Heinz Vitt erhielt das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold. Das Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft erhielt aus den Händen des Beigeordneten Dr. Geissler Brandmeister Karl-Heinz Homm. Am Samstagmorgen war der Empfang der Gäste des Jubilars im Festzelt: Vertreter der gesamten Freiwilligen Feuerwehr Wuppertal sowie die Berufsfeuerwehr, die Werkfeuerwehr Herberts, Freiwillige und Berufsfeuerwehren aus Solingen, Remscheid und Opladen. Besonders erfreute der Besuch einer Abordnung der FF Hamburg-Bergedorf, hier besteht eine nun mehr über 20-jährige Freundschaft. Auch der ehemalige Leiter der Berufsfeuerwehr Wuppertal, Hermann Ahrens, war erschienen. Am Samstagnachmittag stellten die Freiwilligen Feuerwehren Wuppertals vor großer Zuschauerkulisse auf dem Bahnhofsgelände ihr Können unter Beweis. Viele Übungen wurden durchgeführt. Abends spielte das Medium-Terzett im vollbesetzten Festzelt und der Singende Feuerwehrmann gab sein Bestes. Sonntagfrüh gab es einen Frühschoppen mit Platzkonzert der Feuerwehrkapelle und der vereinigten Cronenberger Männerchöre. An den Verpflegungsständen herrschte Hochbetrieb. Abends spielte dann im Festzelt die Wuppercombo zum Tanz auf. Insgesamt war es ein unvergessenes Festwochenende. Der Aufwand allerdings, der hierfür durch die Kameraden des Löschzuges geleistet worden ist, ist kaum darstellbar und verdient höchstes Lob und Anerkennung. Doch schon einen Tag später erreichte die Wehr eine schreckliche Nachricht. Der Kamerad Harald Stein war bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Die Wehr begleitete ihn auf seinem letzten Weg. Die 35 Aktiven fuhren in diesem Jahr insgesamt 33 Einsätze.

 

Kurz nach Jahresbeginn 1980 wurde ein Supermarkt an der Hauptstraße ein Opfer der Zerstörung. In stundenlangem Einsatz galt es Menschenleben zu retten und eine Brandbekämpfung durchzuführen. Einen der größten Waldbrände erlebten die Cronenberger am Robert-Lütters-Weg. Über 20 ha fraß sich das Feuer durch die Fichtenschonung, 130 Einsatzkräfte aus Wuppertal und Remscheid waren im Einsatz. Im Juni besuchten die Kameraden die Messe „Roter Hahn“ in Hannover. Erstmals wurden vier Funkmeldeempfänger an die Wehr ausgegeben. Der Weg zur “stillen Alarmierung” war eingeschlagen. Im Oktober bereisten die Kameraden Berchtesgaden. Die Abschlussübung fand dennoch am 8. November statt. Die herrschenden Witterungsbedingungen schmissen alle Pläne um. Frost und Schnee erlaubten nur eine Trockenübung, die Dächer waren nicht mehr begehbar. Die Übung sah Flüssigkeitsbrände in der Hämmerfabrikation der Firma Johann Hermann Picard im Rottsiepen vor. Mit zwei Schaumrohren und fünf C-Rohren unter schwerem Atemschutz rückte man dem Brand zu Leibe. Oberbrandrat Blätte, der neue Leiter der Berufsfeuerwehr, war erstmals bei der FF Cronenberg während einer Übung anwesend. Für ihn unerwartet wurde während einer Wehrführerbesprechung der FF Wuppertal der Kamerad Jürgen Hohnholdt zum Brandmeister befördert. Die Wehr fuhr 40 Einsätze.

 

Viel Lob erhielt die Wehr auf der Jahreshauptversammlung 1981. Hier konnte Dirk Vitt zum Brandmeister befördert werden.  Im Februar geleitete die Wehr den verstorbenen Kameraden Alfred Hilberts zum Grabe. Hans-Peter Mühlhoff wurde kommissarisch zum stellvertretenden Wehrführer ernannt. Im April wurde ein gebrauchtes Löschfahrzeug LF 16 von der Berufsfeuerwehr übernommen, der erste Frontlenker der neuen Generation. Die sechste Cronenberger Werkzeugkiste fand erneut mit Beteiligung der FF Cronenberg statt. Umfangreiche Renovierungsarbeiten leistete die Wehr während des ganzen Jahres. Als Dank fuhr man im Oktober nach Sonthofen. Erstmals wurden Theatersicherheitswachen durch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr durchgeführt. Hierzu besichtigten die Kameraden zuvor die Spielstätten Schauspielhaus und Opernhaus aus brandschutztechnischer Sicht. Für die Mitglieder, die vom Wehrdienst befreit sind, wurden Tätigkeitsnachweise eingeführt. Erneut konnte eine beachtliche Bilanz aufgewiesen werden. Es gab 65 Einsätze, davon 33 Feuer, elf Wassereinbrüche, zehn Schneehilfeleistungen und vier Sturmschäden. Siebenmal rückten die Kameraden umsonst aus (blind/böswillig). Die aktive Wehr bestand aus 41 Mitgliedern, die Jugendfeuerwehr aus zwölf.

 

Zu Beginn des Jahres 1982 wurde Hans-Peter Mühlhoff Zum neuen stellvertretenden Wehrleiter ernannt. Im März fand eine Großübung der Freiwilligen Cronenberg, Hahnerberg und Ronsdorf, gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr, dem Technischen Hilfswerk und einer Hilfsorganisation im Staatsforst Burgholz statt. Im Juni sorgten Unwetter für einen tagelangen Einsatz aller Wehren im gesamten Stadtgebiet. Auf dem Weg zu einem böswilligen Alarm in Sudberg verunglückte die Drehleiter der Berufsfeuerwehr auf der Hahnerberger Straße und stürzte um. Im August kam es zu einem Großbrand in der Hauptstraße beim Ausbrennen eines Kamins durch den Schornsteinfegermeister. Am Jahresende fiel das Tropenaquarium in der Berghauser Straße den Flammen zum Opfer.  Über 20.000 Tiere verbrannten. Anlässlich der Jahresabschlussübung bei der Schraubenfabrik Bauer wurde Hans-Peter Mühlhoff zum Oberbrandmeister befördert. Die Wehr erhielt weitere 16 Funkmeldeempfänger. Die Sirenenalarmierung trat nun immer mehr in den Hintergrund. Das Gerätehaus erhielt einen neuen Hallenboden und neue Hallentore. Die Jugendfeuerwehr feierte ihr zehnjähriges Bestehen. Die Einsatzzahl stieg auf 66.

 

Im April 1983 fand eine Alarmierungsübung aller Fachdienste des Katastrophenschutzes statt. 1.900 Einsatzkräfte machten sich mit 130 Fahrzeugen zum Scharpenacken auf. Auf der diesjährigen Werkzeugkiste war die Wehr gewohnt mit vollem Engagement dabei. Die Feuerwehr Cronenberg erhielt erstmals nach 40 Jahren ein nagelneues Fahrzeug: ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 von Iveco-Magirus. Während des Kreisverbandstages auf dem Hahnerberg, die Kameraden feierten das hundertjährige Jubiläum, beförderte der Leitende Barnddirektor Blätte den Kameraden Hans-Peter Mühlhoff zum Hauptbrandmeister. In Eigenarbeit wurden die Fahrzeughallen und Sozialräume instand gesetzt. Im Oktober führte eine Tour zum Wolfgangsee einschließlich eines unvergessenen Kameradschaftsabends mit der dortigen Feuerwehr. 57 Einsätze wurden gefahren.

 

Im Februar 1984 erfolgte ein elfstündiger Einsatz der FF Cronenberg in Barmen. Dort waren nach heftigen Regenfällen fast alle Keller überschwemmt. Das TLF 16 verließ als letztes Fahrzeug gegen Mitternacht die Einsatzstelle. Es dauerte dann noch ca. eine Woche, bis alles Gerät wieder gefunden, sortiert und auf den Fahrzeugen verlastet war. Im März feierte Heinz Vitt seinen 60. Geburtstag mit über 200 Gästen. Mit Vollendung dieses Ehrentages schied das Urgestein der Cronenberger Feuerwehr aus dem aktiven Dienst aus. Heinz Vitt erhielt vom ehemaligen Leiter der Feuerwehr Wuppertal, Herrn Hermann Ahrens, heute Leiter des Bundesamtes für Zivilschutz in Bonn, das THW-Helferabzeichen in Gold. Das Mandat als Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Wuppertal wurde um drei Jahre verlängert. Die Wehr feierte ihr 80-jähriges Stiftungsfest in Anlehnung an die Gründung des Löschzuges Cronenberg-Mitte im Jahr 1904. Die Herbsttour führte nach Freyung. Im November geriet ein Bauernhof auf dem Kamp in Brand, der die Wehr einen ganzen Tag beschäftigte.

 

Auf der Jahreshauptversammlung 1985 wurde Heinz Vitt nach 37 Dienstjahren, davon 20 Jahre als Einheitsführer, ehrenvoll verabschiedet. Heinz Vitt bemerkte in seiner Ansprache, dass der Name der Freiwillige Feuerwehr Cronenberg auch weiterhin in gutem Ruf bleiben wird und alle Kameraden daran arbeiten müssen. Hans-Peter Mühlhoff dankte Heinz Vitt mit den Worten, dass Heinz ein Vorbild der gesamten Feuerwehr Wuppertal sei. Herr Blätte präsentierte eine erstaunliche Rechnung: Heinz Vitt hat in seinen 37 Dienstjahren 1.499 Einsätze mitgefahren. Angenommen sei ein Schaden von 1.000 DM je Einsatz. Wenn man dann berücksichtigt, dass die Feuerwehren den Schaden, der ohne Eingreifen der Feuerwehr entstehen würde, um 90% reduzieren, so hat Heinz Vitt der Volkswirtschaft geholfen, einen Schaden von 15 Mio. DM zu vermeiden. Hans-Peter Mühlhoff wurde im Anschluss neuer Einheitsführer, Stellvertreter Rolf Tesche. Im März führte eine Bewegungsfahrt zur Werkfeuerwehr der Bayer AG nach Dormagen. Der Hilfszug Chemie konnte dort besichtigt werden. Im Mai wurde durch die Berufsfeuerwehr mittels unangekündigter Alarmierungen die Verfügbarkeit der FF untersucht. Bei der achten Cronenberger Werkzeugkiste engagierte sich die FF Cronenberg  erstmals mit einem „Pillekuchenstand“. Über 2.000 dieser köstlichen Cronenberger Spezialität wurden verkauft. Im Juli wurde das TLF 8 Unimog, nachdem es von den Kameraden umfangreich aufgearbeitet worden war, zur FF Kohlstraße überstellt. Im Oktober beteiligte sich die Feuerwehr an der stadtweiten Säuberungsaktion in den Wäldern Cronenbergs. Der notwendige Sanierungsbedarf der Feuerwache wurde auf 100.000 DM geschätzt. 44 Mitglieder leisteten 40 Einsätze, davon allein 24 Brände.

 

Während der Jahreshauptversammlung 1986 wurde Heinz Vitt zum Ehrenwehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Cronenberg ernannt. Eine Bewegungsfahrt führte im März zur befreundeten Wehr nach Linnich. Das Jahr brachte eine Reihe verheerender Einsätze: Wohnhaus Berghauser Straße, drei Häuser in Sudberg gleichzeitig, Garten- und Hallenbad Zum Tal, Reithalle Sudberg, Holzlager Schönebecker Straße. Leider gab es bei diesen Einsätzen Tote bzw. Verletzte. Im September fanden die Festivitäten zum 90-jährigen Stiftungsfest der FF Cronenberg statt. Eine Festschrift wurde hierfür eigens erstellt. Am Samstag feierte man im Cronenberger Stadtsaal einen Feuerwehrball. Dazu waren große Vorbereitungen notwenig. Da die Stadt noch kein neues Pachtverhältnis eingegangen war, mussten die Kameraden die Bewirtung selbst übernehmen. Auch die Aufbau- und Reinigungsarbeiten verlangten intensives Zupacken, denn der Saal und das Foyer befanden sich ob des langen Leerstandes in einem katastrophalen Zustand. Doch die ganze Mühe wurde mit einem wunderbaren Abend belohnt. Die Striekspön spielten zum Tanz und die Dancing Girls, Pantomimen, Zauberkünstler sowie eine Verlosung sorgten für Freunde und Stimmung. Am Sonntag waren dann ein musikalischer Frühschoppen mit einer Schauübung der Jugendfeuerwehr und einer umfangreichen Fahrzeugschau der Feuerwehr Wuppertal, des THW und des DRK zu besuchen und zu besichtigen. Die Besucher dankten mit regem Applaus. Gemeinsam mit dem DRK und dem THW übte die Wehr zum Jahresabschluss am Gruppenklärwerk in der Kohlfurth. Hier galt es unter anderem 25 Verletzte zu retten und zu betreuen. André Hohnholdt wurde zum Brandmeister befördert. Am Jahresende führte die Tour erneut nach Sonthofen. Die Zahl der Einsätze stieg auf 63.

 

Im Mai 1987 führte ein Waldbrand in der Kohlfurth zu einem Großeinsatz, der nahezu 100 Einsatzkräfte aus Wuppertal und Solingen über Stunden beschäftigte. Die Wehr erhielt aus Beständen des erweiterten Katastrophenschutzes ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS. Bei der Firma Happich in Elberfeld übten über 200 Einsatzkräfte aus den südlichen Stadtteilen gemeinsam mit DRK und THW. Beim Großbrand eines mehrgeschossigen Wohn- und Geschäftshauses in der Elberfelder Friedrich-Ebert-Straße kam auch die Cronenberger Wehr zum Einsatz.  Heinz Vitt wurde zum Ehren-Hauptbrandmeister der FF Wuppertal ernannt, er beendete seine Dienstzeit als Sprecher der FF Wuppertal. Am Tag der offenen Tür der Feuerwehr Wuppertal im Oktober beteiligte sich auch die FF Cronenberg. Die Jahrestour ging diesmal an die Ostsee: Holm war das Ziel der Reise. Ein zahlenmäßig eher „ruhiges“ Jahr bescherte 38 Einsätze.

 

Auf der Jahreshauptversammlung 1988 übergab aus beruflichen Gründen Hans-Peter Mühlhoff sein Amt als Löscheinheitsführer an Rolf Tesche. Herr Blätte nahm die Ernennung vor und beförderte Rolf Tesche zum Hauptbrandmeister. Der Unterrichtsraum wurde komplett neu renoviert, wiederum in Eigenleistung. Der Wehr wurde ein neuer Rüstwagen des Katastrophenschutzes übergeben. Der Schlauchkraftwagen wurde nach 20 Jahren zur FF Ronsdorf überstellt. Im Mai besuchten die Kameraden die Messe „Der Rote Hahn“ in Hannover. An der Rennbaumer Straße löschten die Wehren Cronenberg und Hahnerberg mit der Berufsfeuerwehr den Großbrand in einer Schreinerei. Auf der Abschlussübung bei der Fa. Hein&Co. beförderte der stellvertretende Leiter der Berufsfeuerwehr Friedrich Gawlick den Kameraden André Hohnholdt zum Oberbrandmeister. Jürgen Kondrotek erhielt für 25-jährigen Dienst in der Feuerwehr das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes NRW in Silber. Der Kamerad Hans-Joachim Donner wurde Leiter der Berufsfeuerwehr Witten/Ruhr. Bilder des Grauens erwartete die Wehr am 8. Dezember: In der Remscheider Innenstadt war ein Amerikanischer Tiefflieger abgestürzt und forderte 4 Tote und über 40 Verletzte. Ministerpräsident Rau und Innenminister Schnoor machten sich ein Bild von der Einsatzstelle. Die Kameraden waren über Stunden im Einsatz.

 

In einer Sturmnacht im Januar 1989 wurden allein in Wuppertal über 600 Einsätze gefahren. Im Rahmen der bundesweiten Brandschutzwoche beteiligte sich auch die FF Cronenberg mit einer groß angelegten Fahrzeugschau und mit Übungen auf dem Rathausplatz. Nach einem Statiker-Gutachten wurde die Fahrzeughalle vorübergehend gesperrt. Erst als ein Stützwerk mit gewaltigen Balken im Keller eingebaut worden war, konnten die Fahrzeuge wieder in die Halle gesetzt werden. Die Kameraden stachen im September in See: Ein Segeltörn führt aufs Ijsselmeer. Nach jahrelanger Suche konnte erstmals eine Sporthalle in der Schule am Lenzhaus zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt wurden 47 Einsätze gefahren, davon allein 26 Brände.

 

Auf der Jahreshauptversammlung 1990 beförderte der Leiter der Berufsfeuerwehr, Herr Blätte, Heinz-Günter Vitt zum Oberbrandmeister und Peter Benninghaus zum Brandmeister. Für seine langjährigen Verdienste um die FF Cronenberg wurde Wolfgang Bergheim zum Ehrenbrandmeister ernannt. Bereits früh im Februar galt es einen Großbrand zu bekämpfen: Mit vielen anderen Wehren der FF Wuppertal und den Zügen der Berufsfeuerwehr bekämpfte man die Flammen in einer Lagerhalle einer Spedition am Wichlinghauser Bahnhof Die dringend notwendige Generalüberholung der Feuerwache soll eine Mio. DM kosten. Die Fraktionen in der Bezirksvertretung schlossen einen Neubau nicht aus. Im Aprilbeschäftigte die Wehr zahlreiche Waldbrände. Im September überreichte OBR Michael Benninghoff der Wehr ein neues Löschfahrzeug vom Typ LF 16. Erstmals erhielt die FF ein Sprungpolster. Im Oktober wurde die neue Feuer- und Rettungswache der Berufsfeuerwehr an der August-Bebel-Straße eingeweiht. Noch nie wurden so viele Einsätze durch die 44 Mann starke Truppe gefahren: 126.

 

Auf der Jahreshauptversammlung 1991 erhielten die Kameraden Udo Buchner, Hans-Peter Mühlhoff, Rainer Kürbel und Heinz-Günter Vitt das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft. Im Februar führten heftige Schneefälle zu einem Verkehrschaos auf den Südhöhen. Der Brand in einem Bekleidungsgeschäft auf der Hauptstraße, bei der eine Person aus dem verqualmten Gebäude gerettet werden konnte. Wieder konnte ein Segeltörn auf dem Ijsselmeer durchgeführt werden. Beim Fußballturnier in Witten belegten die Kameraden einen hervorragenden vierten Platz. Anlässlich der Delegiertensitzung des Kreisverbandstages der Feuerwehr Wuppertal wurden im September Jürgen Hohnholdt zum Hauptbrandmeister und Detlef Elter zum Brandmeister befördert. Das Jahr stand ganz im Zeichen der beabsichtigten Schließung der Freiwilligen Wehren Elberfeld und Barmen. Die Zeitungen berichteten lange und umfangreich. Das Baulager der Fa. Heikaus, Zum Tal,  wurde im Dezember durch einen Brand vollkommen zerstört.

 

1992 feierte die Feuerwehr Wuppertal ihr einhundertjähriges Bestehen. Die Einrüstung der reformierten Kirche an der Solinger Straße wurde genutzt, um eine große Übung zu fahren. So konnten die Kameraden als einmaliges Erlebnis die Spitze des Kirchturms berühren. Bevor die „Bergkrone“ dem Abriss zum Opfer fiel, führte die Wehr auch hier eine realitätsnahe Übung durch.

 

„Platz, marode Bausubstanz, Probleme ...“ lautete die Überschrift einer der zahlreichen Presseberichte im Jahr 1993 über den Zustand des Gerätehauses an der Kemmannstraße. Eine Übung „Gefährliche Stoffe und Güter“ im Frühjahr auf dem Gelände einer Schraubenfabrik in der Kohlfurth war so realitätsnah vorbereitet, dass einige Kameraden erst nach einer Stunde den Übungscharakter feststellten. Im August kämpfte die Wehr mit zahlreichen Feuerwehren aus der Umgebung in einem mehrtätigen Einsatz bei der Firma Schenker-Eurocargo in Schwelm. Ganz Wuppertal war von einer Rauchwolke beeinträchtigt. Der Schwerpunkt der Arbeit der Cronenberger Wehr lag auf der Löschwasserrückhaltung: kontaminiertes Löschwasser musste über 48 Stunden fachgerecht umgepumpt werden. Hierfür wurde eigens ein Drei-Schicht-System der Kameraden eingerichtet. Die Jahresabschlussübung mit der DRK-Bereitschaft Cronenberg unterstrich erneut die gute Zusammenarbeit. Im Laufe des Jahres konnte Marian Furmanek zum Brandmeister befördert werden. 54 Einsätze wurden geleistet.

 

Auf der Jahreshauptversammlung 1994 wurde Detlef Elter zum Oberbrandmeister befördert, Heinz-Günter und Dirk Vitt zu stellvertretenden Einheitsführern gewählt. Beim Brand einer Altpapierverwertung in Wichlinghausen kam auch die Cronenberger Wehr zum Einsatz. Susanne Klatt, Studentin der Sicherheitstechnik, wurde die erste Frau in den Reihen der FF Cronenberg, bei der Jugendfeuerwehr ist das schon selbstverständlich. Bedingt durch die Finanzsituation der Stadt ist ein Neubau des Gerätehauses jetzt kein Thema mehr. Die Renovierung wird angestrebt. Ein Millionenschaden beim Brand eines Supermarktes an der Friedrich-Ebert-Straße führte auch zum Einsatz der Cronenberger Freiwilligen.

 

Ein Damoklesschwert hing über der Zukunft der Feuerwehr Wuppertal im Jahr 1995: ein Gutachten über die FF Wuppertal wurde von der Stadt in Auftrag gegeben. Ergebnis für Cronenberg: die Wehr bleibt erhalten. Das Gerätehaus, welches in den vergangenen Jahrzehnten aufgrund mangelnder baulicher Unterhaltung durch die Stadt vollkommen vergammelt war, wurde grundlegend saniert. Die Ausrüstung mit neuen Funkmeldeempfängern ist abgeschlossen. Zwölf Mitglieder der Wehr wirken im “Helfer-vor-Ort-System” mit, welches Hilfe leistet durch die FF Cronenberg, wenn der Rettungswagen der Wache Hahnerberg nicht verfügbar ist.  Über 50 Millionen DM Schaden entfachte der Großbrand der Sporthallen und des Schwimmleistungszentrums im Schulzentrum Süd, der bisher größte Einsatz in der Geschichte der FF Cronenberg. Die Mitgliederzahl ist auf 48 angewachsen. Die Wehr bereitet das 100-jährige Jubiläum vor.

 

Im Jahr 1996 wurde im großen Rahmen das einhundertjährige Jubiläum gefeiert. Im Festzelt an der Kemmannstraße feierten die Cronenberger gemeinsam mit ihrer Wehr. Der Sonntag stand ganz im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit. Zu den Vorführungen und Übungen war der Rathausplatz bevölkert wie sonst nur zur Werkzeugkiste.

 

Ab dem Jahr 1997 wurden Ralf Kiepe und Heinz-Günter Vitt zu stellvertretenden Einheitsführern benannt. Im Mai fand der nun traditionelle Segeltörn nach Holland statt. In diesem Jahr stand ein weiteres Jubiläum an: Die Jugendfeuerwehr Cronenberg wurde 25 Jahre alt. An einem Augustwochenende wurde im Rahmen eines Zeltlagers für befreundete Jugendfeuerwehren mit nahezu 200 Teilnehmern im Hütterbuscher Freibad gefeiert. In 1997 erreichte die Zahl der Einsätze einen neuen Rekord: 99!

 

Zur Jahreshauptversammlung 1998 legten Rolf Tesche sein Amt als Löscheinheitsführer und Heinz-Günter Vitt sein Amt als Stellvertreter nieder. Mit dem Dank für eine zehnjährige Einheitsführung überreichte Herr Blätte den scheidenden Amtsinhabern die Entlassungsurkunden. Ralf Kiepe als Einheitsführer und Andreas Homm als Stellvertreter bekleiden nun die Positionen an der Spitze der FF Cronenberg. Eine ungewöhnliche Einsatznacht erlebten die Kameraden am 28. März. Nach dem Totalausfall der Notrufleitungen fuhren durch das gesamte Stadtgebiet Löschfahrzeuge mit eingeschaltetem Blaulicht. Zum Glück blieb es in dieser Nacht bei den Streifenfahrten, ein Einsatz war nicht zu verzeichnen. Gegen Ende des Jahres kam Dirk Jacobs als zweiter Stellvertreter hinzu. Wieder erreichte die Zahl der Einsätze die Zahl 99.

 

Die Kameraden konnten es nicht glauben, am 26.08. 1999 ging es doch tatsächlich mit den Löschfahrzeugen raus aus unserem Löschbezirk. Starke Regenfälle erforderten unvorstellbarerweise auch die Cronenberger Kräfte unten im Tal. Es sollte noch schlimmer kommen. Zu einem Verkehrsunfall mit anschließendem Feuer, mehreren Verletzten und das ganze auch noch im Kiesbergtunnel wurden schon wieder die Cronenberger alarmiert. Zum Glück stellte sich dieses Schadensereignis als eine Übung heraus. Doch man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Zum Brand einer Lagerhalle und eines angrenzenden Wohngebäudes ging es am Abend ab in die Wittensteinstraße. Wo es im letzten Jahr mit 99 Einsätzen nicht ganz gereicht hat, ging es doch in diesem Jahr mit 115 über die magische Grenze hinaus. 23 Feuer, 28 technische Hilfeleistungen und 10 blinde Alarmierungen - hierzu zählt auch der Taucheinsatz - bilden

die eine Hälfte der Tätigkeit der FF Cronenberg. 56 Ersthelfereinsätze zeigen aber andersherum den enormen Bedarf für den Bereich Cronenberg auf. Die durchschnittliche Personalstärke pro Einsatz beläuft sich auf 7,1 Feuerwehrmänner bei einer durchschnittlichen Einsatzdauer von 35 Minuten. Somit schlagen für 1999 rund 70 Stunden Einsatzdauer zu Buche.

 

Die “Milleniumnacht 1999/2000” machte zu Sylvester eine Einsatzbereitschaft der Kameradinnen und Kameraden im Gerätehaus notwendig. Glücklicherweise kam es nicht zu den befürchteten “Jahr-2000-Problemen”. Zur Jahreshauptversammlung im Jahr 2000 konnte Jürgen Hohnholdt zum neuen Einheitsführer bestellt werden.

Im Laufe des Jahres 2000 erfolgte die notwendige Renovierung der Küche und des Mehrzweckraums, wieder unter tatkräftiger Beteiligung der Kameraden. Endlich konnte in diesem Jahr der „Förderverein der Feuerwehr Cronenberg e.V.“ gegründet werden. Ein, wenn auch gebrauchtes, Mannschaftsfahrzeug wurde zur FF Cronenberg überstellt. Nicht zuletzt für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, wird das Fahrzeug hauptsächlich für die zahlreichen Ersthelfereinsätze verwendet. Die Schmutzwasserpumpe kam zur Umweltschutzeinheit.

Die Feuerwehr Cronenberg verfügt im Jahr 2000 über 51 aktive Mitglieder, davon 3 Frauen, und ist damit die stärkste Einheit Wuppertals. Die Zahl der Einsätze sank gegenüber dem Vorjahr um 3 auf 112, davon 32 Brand-, 25 Hilfeleistungs- und 55 Ersthelfer-Einsätze.

 

Die Cronenberger Werkzeugkiste ist ohne eine Beteiligung der Feuerwehr Cronenberg einfach nicht denkbar. So konnte am 16. Juni 2001 an zwei Standorten die berühmte Feuerwehrwurst und das Weizenbier dem zahlreich erschienenen Publikum angeboten werden. Der Start für eine eigene Homepage gelang in diesem Jahr. Ebenfalls erfolgte in 2001 die Umbenennung der Löscheinheit Cronenberg in Löschzug Cronenberg, eine Regelung, die die gesamte Freiwillige Feuerwehr Wuppertal entsprechend betraf. Die Zahl der Einsätze stieg auf 124.

 

Nachdem am 15. Februar 2002 die neue Laufbahnverordnung NRW mit Funktions- und Dienstgradtrennung in Kraft trat, wurden infolgedessen viele Beförderungen ausgesprochen, so gibt es jetzt bei der Freiwilligen Feuerwehr auch (Ober-)Brandinspektoren. So sind Dirk Jacobs, Ralf Kiepe und Hans-Peter Mühlhoff nun Brandinspektoren, Jürgen Hohnholdt sowie Rolf Tesche Brandoberinspektoren.

Nach der letztjährigen Gründung des Fördervereins veranstaltete dieser zusammen mit der Feuerwehr Cronenberg am 28. September einen Informationstag auf dem Cronenhof. Bei strahlendem Sonnenschein präsentierte sich die FF Cronenberg mit Fahrzeugen und Gerät und genoss den regen Besuch der Cronenberger Bürger.  Das Mannschaftstransportfahrzeug wurde in Eigenleistung komplett restauriert und durch einen Cronenberger Karosseriefachbetrieb gratis neu lackiert.

Der wohl zeitaufwändigste Einsatz in diesem Jahr war die Umweltkatastrophe, die sich in der Borner Straße ereignete, und verheerende Folgen für das Grundwasser hatte: Am Abend des 6. Oktober liefen bei der Firma Baaske in der Herichhauser Straße nach einer Sabotage beträchtliche Mengen hochgiftiger Chromsäure vom Firmengelände aus über die Borner Straße bis in den Herichhauser Bach. Der Großeinsatz zog sich in Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr und dem Umweltschutzzug bis in die Mittagsstunden des nächsten Tages hin und rief auch am Abend und in den nächsten Tagen noch weitere Folgeeinsätze im angrenzenden Waldgebiet hervor. Unter Atemschutz wurden die Bewohner der Borner Straße vorsorglich evakuiert, die Säure wurde großflächig abgestreut, aufgenommen und der Regenwasserkanal umgepumpt.

Gegen Ende des Jahres präsentierte sich dann endlich unser Zug mit einer völlig neu gestalteten Internetseite, die von allen Seiten regen positiven Zuspruch erhielt, und noch immer erweitert wird.

Mit 156 Einsätzen im Jahre 2002 wurden die Feuerwehr Cronenberg mit ihren 42 aktiven Mitgliedern 32 mal öfter alarmiert als im Vorjahr. Es waren 50 Hilfeleistungen, 39 Brände und 67 Ersthelfer-vor-Ort-Einsätze zu bestreiten.

 

Am 28. Juni 2003 erfolgte die nunmehr traditionelle Beteiligung an der Cronenberger Werkzeugkiste. Die Produkte der Feuerwehr Cronenberg fanden wiederum reißenden Absatz und führten zu einem hervorragenden finanziellen Ergebnis für Sache der Werkzeugkiste.

Nachdem nach langem Warten und ständigem Verströsten und nach aufwändigem Umbau beim Hersteller erfolgte am 30. August endlich die Übergabe des neuen Tanklöschfahrzeuges (TLF 16/25). Das alte Fahrzeug, nunmehr zwanzig Jahre alt, wird seinen Dienst noch einige Zeit in einem anderen Löschzug versehen müssen, da die Sparzwänge auch die Feuerwehr erreichen. Gleichzeitig wurden auch die neuen am Turm aufgehängten Bilder eingeweiht, die von den Kameraden erstellt worden waren. Die Bilder sind ein Blickfang am alten Steigerturm und verleihen dem Gerätehaus eine besondere Individualität.

Ende September hieß es erstmals seit 1992 in den dörflichen Medien wieder: Die „FFC übte in luftiger Höhe“. Der eingerüstete Turm der Emmauskirche ergab die Gelegenheit einer Gipfelkreuzbesteigung. Dieser Tag mit einer einmaligen Aussicht übers Dorf war sicher eines der Highlights des Übungsdienstes in diesem Jahr und wird allen Gipfelstürmern in freudiger Erinnerung bleiben.

Im Jahre 2003 leistete die Feuerwehr Cronenberg in Einsätzen 125 Mal ehrenamtlichen Dienst am Bürger.

 

Ein einmaliges Geschenk konnten alle Kameraden am 30. Januar 2004 auf der Jahreshauptversammlung entgegennehmen: Jedes aktive Mitglied der Feuerwehr Cronenberg bekam ein paar besondere Einsatzstiefel der neuesten Generation vom Förderverein überreicht. Von der hohen Qualität und dem optimalen Tragekomfort im Vergleich zum Standardstiefel waren alle Kameraden überzeugt. Der Förderverein wendete dafür 7.000 Euro auf.

Eine tolle und ungewöhnliche Einladung erhielt die gesamte FF Wuppertal für den 3. Juli: Der Oberbürgermeister und der Stadtbetriebsleiter luden in ein Wuppertaler Kino in den neu anlaufenden Film Shrek 2 ein. Eine durchweg gelungene Veranstaltung, bei der auch noch einige tolle Bilder des Wuppertaler Fahrzeugparks entstanden sind und viele freundschaftliche Kontakte zu anderen Zügen gepflegt werden konnten. An diesem fand Tag auch die erste so genannte „Mot-Marsch“-Übung des Verbandes fünf des Katastrophenschutzes (Vorgeplante überörtliche Hilfe größeren Umfangs) statt, bei dem auch der Rüstwagen eingebunden ist.

Genau eine Woche später war die Feuerwehr Cronenberg und der Förderverein wieder mit Feierlichkeiten beschäftigt: Auf der Geburtstagsfeier 75 Jahre der Stadt Wuppertal wurde am Mäuerchen in Elberfeld der sonst auf der Cronenberger Werkzeugkiste beheimatete Weißbierstand aufgebaut. Und dann kam es: Es schüttete und gewitterte in einem unbeschreiblichen Ausmaß, alle drei Pavillons brachen unter den Wassermassen zusammen und die ganze Aktion war umsonst.

Nach langen Jahren jährlichen Segelns auf dem Ijsselmeer veranstaltete die Feuerwehr Cronenberg nach eine Tour in die Stadt Hamburg vom 8.-10. Oktober. Umfangreiche Besichtigungen der Stadt und insbesondere der Feuerwehr machten diese Tour unvergessen. Am 6. November fand der zweite Mot-Marsch statt, wieder war hier der Rüstwagen eingebunden. Eingesetzt wurden unter anderem auch mehrere Hubschrauber der Polizei. Ziel dieses Marsches war die Stadt Essen, in der sich der komplette Verband fünf aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf traf.

Im Dezember wurde unserem Ehrenzugführer Heinz Vitt, der auch Erster Vorsitzender des Fördervereins ist, auf der Jahreshauptversammlung der FF Wuppertal die Feuerwehrehrennadel in Gold verliehen.

Mit 149 Einsätzen im Jahr 2004 wurden die meisten Einsätze aller Wuppertaler Züge gefahren.

 

In einem würdigen Festakt wurden am Sonntag, dem 17.04.2005, im Martin-Luther-Haus die beiden Freiwilligen Feuerwehren Cronenberg und Hahnerberg durch Verleihung der von der SPD Cronenberg-Hahnerberg ausgelobten Herrmann-Herberts-Medaille für ihre segensreichen Tätigkeiten geehrt. Vor zahlreichen Vertretern aus Politik und Gesellschaft wurden in drei Reden die Bedeutung der Feuerwehr, des Ehrenamtes allgemein und Marksteine aus der Historie der beiden geehrten Feuerwehren thematisiert.

Eingebunden in eine große „MANV-Übung“ (Massenanfall von Verletzten) wurden die Ersthelfer am 29. April im Schulzentrum Süd. Unter anderem zur Vorbereitung auf einen etwaigen Einsatz beim im August folgenden Weltjugendtag probte man hier den Einsatz des Wuppertaler Behandlungsplatzes. Aufgabe der Cronenberger Ersthelfer ist bei einem solchen Einsatz die Überführung der Verletzten von Patientenablagen am Rande des Gefahrenbereiches zum eigentlichen Behandlungsplatz.

Am 20. Mai wurden alle ehemaligen Kameraden der FF Cronenberg, die uns in guter Erinnerung geblieben sind, zu einem Ehemaligentreffen eingeladen. Viele folgten dieser Einladung. Zwei Wochen nach unserem Sommerfest fand dann auch 2005 am 25. Juni wieder die beliebte Cronenberger Werkzeugkiste zugunsten behinderter Menschen zum 18. Mal unter Beteiligung der Feuerwehr statt.

Nach vielen Spekulationen über einen möglichen Einsatz des Behandlungsplatzes Wuppertal beim Weltjugendtag mit Besuch des Papstes in Köln ging in aller Frühe am Sonntagmorgen, dem 21. August tatsächlich der Piepser für die Ersthelfer vor Ort. Geschlossen erreichten Löschgruppenfahrzeug LF16-TS und Mannschaftstransportfahrzeug die Wache1 und trafen dort auf ca. weitere 40 alarmierte Fahrzeuge. Die Weiterfahrt wurde kurz vor Köln dann plötzlich gestoppt: Da der Konvoi des Papstes ein Autobahnkreuz passierte, wurden kurzerhand alle umliegenden Autobahnen gesperrt. Für uns ein einmaliges Szenario mit einmaligen Bildern! Nach weiteren vielen Stunden des Wartens gab es dann von der Bezirksregierung tatsächlich noch einen Einsatzbefehl für den Wuppertaler Verband und man machte sich auf in Richtung Frechen. Dort wurde dann der Behandlungsplatz mitten in der Stadt errichtet. Primäraufgabe war die Versorgung der erschöpften Pilger mit Wasser. Dabei wurden interessante Erfahrungen gemacht: Zwar drängten sich tausende Menschen hinter Absperrgittern entlang der Bahngleise, aber von Gewalt oder sonstigen unschönen Entgleisungen keine Spur. Alles lief ausgesprochen friedlich ab. Hinzu kam eine für uns sehr angenehme Zusammenarbeit mit Bundespolizei, Polizei und den sonstigen eingesetzten Hilfsorganisationen.

Der 21. Oktober stand ganz im Zeichen der Ersthelfer vor Ort, das 10-jährige Bestehen wurde gefeiert. Für eine Einrichtung, die seinerzeit als Übergangslösung gedacht war bis zur Stationierung eines zweiten Rettungswagens, nun aber nicht mehr wegzudenken ist. Weder von uns, noch von den Bürgern. Nach feierlichen Reden unseres Oberbürgermeisters Jung, unserer Bezirksvorsteherin Frau Alker, unseres Amtsleiters Herrn Brütsch sowie unseres Zugführers Jürgen Hohnholdt gab es dann für die Ersthelfer ein ganz besonderes Geschenk: Von Ingeborg Alker wurde feierlich ein Renault Kangoo als eigenes Fahrzeug für die Ersthelfer-vor-Ort überreicht.

Am  22.10.2005 wurde bei der Delegiertenversammlung des Landesfeuerwehrverbandes NRW e.V. in Jülich unser Kamerad Hans-Joachim Donner (der Leiter der Feuerwehr Witten ist) zum Vizepräsidenten gewählt. Er ist damit der erste Mann einer Berufsfeuerwehr, der in den geschäftsführenden LFV-Vorstand einzieht; zumindest in der Nachkriegszeit. Seine Wahl soll auch ein Zeichen sein für das enge Miteinander von Freiwilligen- und Berufsfeuerwehren im Landesverband wie im Einsatzalltag.

Als die Bezirksvertretung Cronenberg zur Reinigung des Herichhauser Bachtals einlud, beteiligte sich daran am 5. November auch die Feuerwehr Cronenberg. Mit vereinten Kräften wurde Unrat aus dem Wald geschafft.

Die Einsätze in einem Satz: Bruch aller Rekorde: So viele Einsätze wie nie. So wenige Brände wie nie. Unseren Gesamtzahlrekord von 2002 mit 156 Einsätzen stellten wir in 2005 mit 211 Einsätzen ein. So fuhren wir wie auch schon 2004 im letzten Jahr die meisten Einsätze der Freiwilligen Wuppertaler Löschzüge. Für die hohe Zahl verantwortlich war natürlich das Wetter im November: War es 2002 das Sturmtief „Jeanette“, so machte uns im vergangenen November der Schnee zu schaffen. Wir fuhren vom 25. November bis zum 2. Dezember weit über 70 Einsätze, um dem herben Wettereinbruch entgegenzuwirken. Größtenteils mussten durch Schnee entwurzelte oder abgeknickte Bäume von den Straßen entfernt werden. Neben dem Rekord von insgesamt 88 Hilfeleistungseinsätzen fuhren wir aber auch mit Abstand die meisten EvO-Einsätze. Mit 95 Einsätzen stellten wir den bereits letztes Jahr erreichten Höchststand von 82 weit in den Schatten.

 

Am 5. März 2006 wurde die Zukunft der FF Cronenberg für sechs weitere Jahre bestimmt: In einer Blockwahl wurden Jürgen Hohnholdt als Löschzugführer, Dirk Jacobs und Andreas Homm als Stellv. Löschzugführer bestätigt.

Unter den Augen von Landesinnenminister Dr. Ingo Wolf, Feuerwehrchef Siegfried Brütsch sowie zahlreicher Übungskontrolleure und sonstigen Beobachtern begann um elf Uhr die Großübung im neu eröffneten Tunnel Burgholz. Angenommene Lage war ein Unfall zweier Busse mit einem Massenanfall von Verletzten. Dies machte den Einsatz eines Großaufgebotes der Feuerwehr vonnöten, unter anderem den Einsatz der Sondereinsatzgruppe Rettungsdienst, des Behandlungsplatzes sowie überörtliche Hilfe an Rettungsmitteln aus anderen Städten. Die Ersthelfer unseres Löschzuges sind Bestandteil der SEG Rett und werden eingesetzt, um die verletzten Patienten nach Sichtung von Ärzten von der Patientenablage dem Behandlungsplatz zuzuführen.

Feuerwehrtechnisch wurden wir in die WM 2006 eingebunden: Am 22. Juni fand in Dortmund die Begegnung Japan - Brasilien statt. Hier war der Wuppertaler Behandlungsplatz als Reserveeinheit vor Ort eingeplant. Somit also auch die Ersthelfer. Bis auf zwei Kameraden, die die Bereitschaft der EvO in unserem Dorf sicherstellten, machten sich alle Ersthelfer mit dem Behandlungsplatz Wuppertal auf nach Dortmund und verbrachten einen angenehmen Sommerabend im Ruhrgebiet, glücklicherweise ohne Einsatz.

Vom 17. - 20. August begab sich eine Abordnung der FF Cronenberg auf Studienfahrt nach München. Bei strahlendem Sonnenschein wurde die Stadt erkundet. Auf dem Programm standen die Flughafenfeuerwehr, der englische Garten, Allianz-Arena, Bavaria-Filmstudios und vieles mehr. Entspannen konnte sich die Truppe bei einer Bootsfahrt auf dem Starnberger See und Besuchen in den bekanntesten Biergärten.

In der dritten Oktoberwoche stand Wuppertal ganz im Zeichen des Rauchmelders. So konnte eine umfangreiche Rauchmelderkampagne im Rathaus Barmen begonnen und im Gemeindezentrum Sudberg erfolgreich abgeschlossen werden. Viele Bürger konnten individuell zu den Themen Brandschutz im Haushalt, Verhalten im Brandfall und Heimrauchmelder beraten werden; dafür hat sich der Einsatz gelohnt!

Ein Highlight des letzten Jahres war für die Ersthelfergruppe das vom Förderverein finanzierte Fahrsicherheitstraining beim ADAC in Grevenbroich. Zusammen mit einer Abordnung der Fahrschule Scherff erlebten alle Teilnehmer am 26. November einen überaus lehrreichen Nachmittag.

Mit 163 meist unspektakulären Einsätzen im Jahr 2006 wurden wieder einmal die meisten Einsätze der Freiwilligen Züge gefahren. Die Aufteilung ist ähnlich wie in den Vorjahren: Mit 88 Einsätzen entfiel mehr als die Hälfte auf Ersthelfer vor Ort-Einsätze. Der Rest teilt sich in 45 Hilfeleistungseinsätze und 30 Brände auf.

 

Stürmisch begann das Jahr 2007 für die Feuerwehr Wuppertal. Kyrill wütete und versetzte auch die Feuerwehr in Cronenberg über zwei Tage in einen Dauereinsatz. Bei einem der 45 Sturmeinsätze war sogar einem Hochhaus am Mastweg das gesamte Flachdach weggeflogen. 

Auf der Jahreshauptversammlung im Februar wurden Jens Wittwer zum Oberfeuerwehrmann und Benjamin Schürholt zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Brandmeister wurden Björn Hohnholdt und Karsten Vitt. Detlef Elter wurde Brandinspektor. Feierlich in die Ehrenabteilung verabschiedet wurden die langjährigen Kameraden Rolf Tesche, Heinz-Günther Vitt, Ralf Kiepe und Hans-Peter Mühlhoff.

Nach einem sehr erfolgreichen Sommerfest fand die im zweijährigen Rhythmus anstehende Werkzeugkiste unter Beteiligung der FF Cronenberg statt.

Im August konnte dann endlich das Highlight des Jahres beginnen: Die Jugendfeuerwehr Cronenberg feierte als älteste Jugendfeuerwehr im Tal ihr 35-jähriges Bestehen. Der Aufwand der aktiven Kameraden war bei diesem Fest immens. Die Planung dauerte fast ein Jahr, es mussten Sponsorengelder aufgetrieben, die Lagerspiele entworfen und ein riesiger logistischer Apparat ins Rollen gebracht werden. Dieses tolle Ereignis wurde mit einem Großaufgebot an Jugendgruppen über einen Zeitraum von drei Tagen in Form eines Zeltlagers gefeiert. Neben einer gewaltigen Palette an aufregenden Lagerspielen, gab es natürlich auch ein großes Lagerfeuer und am Sonntagmorgen beim offiziellen Festakt einen Gottesdienst, veranstaltet durch Gerhard Dittscheidt. Die Kameraden Hans-Joachim Donner, Ulrich Hauptmann und Jürgen Hohnholdt erhielten für ihre 35-jährige Mitgliedschaft das „NRW-Ehrenkreuz in Gold“. Umso mehr freute die Tatsache, dass von dem Fest sogar ein mehrseitiger bebilderter Artikel im „Feuerwehrmann“ erschien; der Zeitschrift des Landesfeuerwehrverbandes NRW. Das ist schon eine besondere Ehre.

Mitte September hielt dann auch die neue Technik Einzug. Die Feuerwehr Wuppertal stellte die Alarmierung komplett aufs digitale System um.

Bei der feierlichen Eröffnung der Sambatrasse Ende Oktober war natürlich auch die FFC mit von der Partie. Neben dem Verkauf von 1400 Einheiten Feuerwehrwurst besetzten wir auch einen Getränkestand mit Personal und konnten so einen ansehnlichen Betrag für unseren Förderverein erwirtschaften.

Es wurden insgesamt 194 Einsätze gefahren, davon 87 Ersthelfer-vor-Ort-Alarme, gefolgt von 76 Hilfeleistungseinsätzen und 31 Bränden. Interessant zu beobachten ist in der Statistik, dass es nun schon seit mehreren Jahren in Folge Naturereignisse sind, die jedes Jahr mindestens einmal zuschlagen und die Einsatzzahlen in die Höhe schnellen lassen. Sei es 2005 der Extremschnee, 2006 die Überschwemmung in Vohwinkel und 2007 natürlich Kyrill. Zum Jahresende erreicht die FF Cronenberg eine Personalstärke von 41 Mann.

 

Auf der Jahreshauptversammlung im März 2008 wurden Dennis Schmalenberg, Dominik Elter, Christian Homm und Oliver Grünewald zu Feuerwehrmännern, Dirk Jasky zum Oberfeuerwehrmann und Tim Kaminsky, Gregor Bredlich und Christian Oertel zu Unterbrandmeistern befördert. Das Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft erhielt Oliver Vitt. Eine besondere Anerkennung für ihr jahrelanges Engagement um die Feuerwehr Cronenberg bekam Bezirksbürgermeisterin Ingeborg Alker: Sie wurde zur Ehrenbrandmeisterin des Löschzuges ernannt.

Das Sommerfest im Juni lief wie eh und je perfekt. Bei bestem Wetter erfreuten sich die zahlreichen Besucher an dem gewohnten und gern genommenen Angebot unseres Hauptevents. Neben den Showübungen gab es diesmal ein besonderes Schmankerl: In der Fahrzeughalle wurden die beiden Eröffnungsspiele der Fußball-Europameisterschaft 2008 übertragen. Dem Förderverein bescherte das Fest erneut einen großen Erlös, der den Kameraden des Löschzuges zugute kommt.

Das letzte Augustwochenende stand auch auf den Südhöhen – zumindest bei der Feuerwehr – ganz im Zeichen des NRW-Tages. Bei strahlendem Wetter kamen über 600.000 Besucher nach Wuppertal, was natürlich auch für die Feuerwehr große Planungsmaßnahmen erforderte. Der Löschzug Cronenberg war auf der sog. „Technischen Meile“ in Barmen eingebunden, auf dem neben vielen weiteren Fahrzeugen auch unser Ersthelferauto als nicht alltägliches Fahrzeug präsentiert wurde. Des Weiteren wurden Grillstände besetzt und natürlich in einer Drei-Tages-Bereitschaft die Alarmbereitschaft auf dem Berg sichergestellt.

Einen Meilenstein setzte der Förderverein, als er am 25. und 26. Oktober den Kraftfahrern des Löschzuges ein Fahrsicherheitstraining für Löschfahrzeuge finanzierte. Nachdem dies schon im PKW-Bereich für alle Ersthelfer finanziert wurde und auch für nachfolgende Ersthelfer übernommen wird, konnte mit dem Training für LKW ein weiterer großer Meilenstein gesetzt werde. Die Situation beim Alarm ist gerade für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr eher eine Ausnahmesituation: Im schlimmsten Fall wird man nachts aus dem Bett geholt und wenige Minuten später die Gewalt über rund 14 Tonnen Fahrzeuggewicht haben. Hinzu kommt Stress durch die bevorstehende Einsatzsituation und das Fahren mit Sondersignalen, was zusätzlich eine erhebliche Belastung ist. Auf der Anlage des ADAC in Grevenbroich, einer der modernsten in Europa, wurde den Kameraden das richtige Verhalten in jeder Gefahrenlage gezeigt und erläutert. Die theoretischen Kursinhalte wurden spannend vermittelt: Ladungssicherung, Fahren unter Stress, Sonderrechte, Hintergrundinfos zu ABS, ESP, Fahrphysik zum Thema Bremsen, Kurven fahren und Fahrdynamik, Einfahrt in den Kreuzungsbereich mit Blaulicht. Auf dem großen Freigelände lernten die Kameraden ihre Fahrzeuge „richtig" zu bremsen und vor plötzlichen auftretenden Hindernissen auszuweichen. Nachdem die Fahrer nun mit ihren Fahrzeugen vertraut waren, wurden diese Übungen dann auch noch unter „Alarmbedingungen" durchgeführt. Pulsmessungen vor und nach den Alarmfahrten zeigten den Kameraden auf, wie sich das Fahrverhalten verändert, wenn sie unter Stress fahren müssen. Obwohl der Stress nur durch den Instrukteur des ADAC mit einfachen Aufgaben während der Fahrt über Funk erzeugt wird, werden selbst leichte Übungen, etwa rückwärts um die Ecke fahren, zu kniffligen Situationen. Nach diesen Übungen wurden dann noch die Grenzen der Fahrzeuge auf der glatten Kreisbahn aufgezeigt. Die Fahrer merkten sehr schnell, dass auch das beste Fahrzeug ab einer bestimmten Geschwindigkeit nicht mehr zu beherrschen ist. Allen Teilnehmern blieb der Eindruck, dass es besser ist, eine Minute später als überhaupt nicht am Einsatzort anzukommen. Jeder Kamerad absolvierte ein strenges Programm: Trainieren der Notbremse aus unterschiedlichen Geschwindigkeiten, Trainieren der Notbremse auf verschiedenen Fahrbahnbelägen, schnelles Slalom fahren zur optimalen Lenkradbeherrschung, Rundumstrecke mit unterschiedlichen Fahraufgaben, Bremsen und Ausweichen vor plötzlichen Wasserhindernissen, Kennen lernen von Grenzbereichen in der Kurve, Notbremsung im Kurvenbereich. Einhelliges Fazit der Teilnehmer: Ein Feuerwehrfahrzeug an seine Grenzen zu bewegen und dennoch Vertrauen in es zu haben, war eine sehr lehrreiche Erfahrung. Ob Vollbremsungen; Ausweichmanöver oder Fahrtraining unter Stress, dieser Lehrgang hat allen sehr viel für die künftigen Einsatzfahrten gebracht.

Ein schweres Schicksal mussten wir im Dezember des vergangenen Jahres hinnehmen, als unser langjähriger Kamerad Andreas Arenz nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von nur 48 Jahren verstarb. Auf der Trauerfeier am 12. Dezember erwiesen ihm seine Kameraden sowie ein Großaufgebot weiterer Wuppertaler Kameraden die letzte Ehre.

 Das Dienstjahr endet mit insgesamt 191 Einsätzen, 3 Stück weniger als 2007. Zu bedenken ist aber, dass 2008 das erste Jahr seit längerem ist, an dem uns nicht mindestens ein Naturereignis viele Hilfeleistungseinsätze binnen weniger Tage beschert hat. 42 Stück wurden nämlich „nur" abgeleistet. Somit haben wir 2008 unter „normalen" Umständen echt viel zu tun gehabt. Den Vogel abgeschossen haben 2008 zweifelsohne die EvO-Alarme; derer gab es 111 Stück, das sind 16 mehr als im bisherigen Rekordhalterjahr 2005, damals waren es "nur" 95. Einen geringen Anstieg der Brände verzeichnen wir mit 38 Stück.

Auch wenn 2008 ein großes Naturereignis ausblieb, wurde endlich der Umbau unseres Rüstwagens in einen Gerätewagen Unwetter vollzogen. Dieser Plan war übrigens weit vor Kyrill geboren, als seinerzeit dem Rüstwagen die technische Beladung für Verkehrsunfälle entnommen wurde. Mittlerweile hat das Fahrzeug beim Umbau eine neue Bestückung erhalten, um Unwetterlagen wie Stürmen oder Hochwässern zu begegnen. Schlussendlich wünschen wir uns immer noch eine bessere Einbindung in die Alarm- und Ausrückordnung, damit das Fahrzeug nicht erst von den Kameraden der FFC sinnvoll für einen Einsatz vorgeschlagen werden muss. Auch die anderen Fahrzeuge wurden aufgerüstet: Das EvO-Fahrzeug erhielt Heckwarnblitzer und auf dem LF16 wurde ein komplett neuer Satz Hebekissen samt Zubehör verlastet.

Zum Jahresende kommen wir auf wieder auf die Vorjahrespersonalstärke von 41 aktiven Kameraden mit viel Zukunftspotential, da sich der Altersdurchschnitt wieder ein wenig gesenkt hat. Bei den werktäglichen Tagesalarmen werden wir seit Mitte 2008 unterstützt von drei Kameraden der Löschzüge Vohwinkel und Walbrecken, die alle ihren Arbeitsplatz bei der hiesigen Firma Knipex haben. So können wir dem heute weit verbreiteten Problem der werkzeitlichen Personalknappheit einer Freiwilligen Feuerwehr entgegenwirken. Zusammen mit der wechselseitigen Alarmierung eines weiteren Fahrzeuges bei der Cronenberger und Hahnerberger Wehr ist das Alarmkonzept für werkzeitliche Zugalarme auf den Südhöhen auf absehbare Zeit gut gelöst.

 

Ein Großbrand Mitte Februar 2009 sorgte auch im Dorf mal wieder für Brandschlagzeilen. In der Kohlfurth brannten am Abend des 10. Februar mehrere aneinander gebaute Fachwerkhäuser in voller Ausdehnung. Die Bewohner waren glücklicherweise nicht zuhause, daher konnte direkt mit den umfangreichen Löscharbeiten begonnen werden. Trotz eines intensiven Löschangriffes mit zeitweise rund 4000 Litern Wasser/Minute war vom Gebäude so gut wie nichts mehr zu retten.

Im Frühjahr konnte man dann nach harter Kälte endlich mit den lange geplanten Umbaumaßnahmen unseres hauseigenen Grillplatzes beginnen. Unter Federführung von Björn Hohnholdt und Danny Tahn beteiligten sich viele Kameraden an den aufwändigen Bauarbeiten. Anfang Juni, kurz vor dem Sommerfest, waren dann die letzten Feinheiten erledigt und wir können uns heute über eine sehr schöne neue Terrasse freuen, auf der wir nach den Dienstabenden gerne kameradschaftlich verweilen. Auf der Jahreshauptversammlung im März wurde neben einer Reihe von Beförderungen unserem Ehrenbrandmeister und ehemaligen Wehrführer Heinz Vitt die Ehrennadel für 60 Jahre Dienstzeit in der Freiwilligen Feuerwehr Wuppertal verliehen; die erste dieser Art in Wuppertal.

Wie immer wurde Anfang Juni in akribischer Manier eine ganze Woche lang das traditionelle Sommerfest vorbereitet und die Stände und Dächer hergerichtet. Der große Tag war am 6.6. Dies Mal jedoch wurde das Fest gründlich vermiest. Es goss wie aus Eimern. Trotz der tollen neuen Band Groovefabrik blieb die Besucherzahl überschaubar. Am nächsten Tag musste der Kassierer des Fördervereins ernüchternd feststellen, dass man sich nur knapp in den Gewinnbereich retten konnte. Von den Einnahmen musste auch noch in eine neue Plane für den Biertresen investiert werden, was den Gewinn zusätzlich schmälerte. Direkt am darauf folgenden Montag engagierte sich die FFC wieder gemeinnützig und tauschte das große Sommerfestbanner am Krings Eck gegen das der 20. Cronenberger Werkzeugkiste aus. Die FF Cronenberg besetzte traditionell die Grillbude, um den Bürgern unsere Cronenberger Feuerwehrwurst anbieten zu können. 100m weiter talwärts wurde passend dazu vom Förderverein feinstes Weizen hell oder dunkel gezapft.

Eine freudige Nachricht erhielten wir im Juli: Die neuen Löschfahrzeuge LF 20/16 für die Löschzüge Ronsdorf, Langerfeld und Cronenberg, die in einer gemeinsamen Ausschreibung mit der Stadt Solingen beschafft wurden, standen kurz vor der Auslieferung. Am 19. August fand dann die feierliche Übergabe der Fahrzeuge durch Oberbürgermeister Peter Jung am Hahnerberg statt. Sichtlich erfreut zeigte er sich übrigens darüber, dass sich die Feuerwehr Cronenberg in engagierter Eigeninitiative um einen Stellplatz für unsere „Dicke Berta“ gekümmert hat. Das Fahrzeug, das 1987 bei der Feuerwehr Cronenberg in Dienst ging, und insbesondere als Kutsche für einige Generationen unserer Jugendfeuerwehr diente, hat nun als Museumsfahrzeug in den Räumlichkeiten der Firma Knipex am Oberkamp eine neue Bleibe gefunden.

Vom 8. bis 11. Oktober fuhr eine Abordnung der FF Cronenberg erneut auf Städtetour. Mit zwei Mannschaftstransportfahrzeugen und einem Privat-PKW wurde für fünf Tage in die Bundeshauptstadt Berlin bereist. Das Hotel lag in unmittelbarer Nähe des Potsdamer Platzes. Von da aus ging es jeden Tag auf ausgiebige Erkundungs- und Sightseeing-Tour.

Die Jahresabschlussübung am 31. Oktober wurde in diesem Jahr erneut gemeinsam von Ausbildern der Löschzüge Cronenberg und Hahnerberg erarbeitet. Die angenommene Lage war ein Brand in den im Keller liegenden Werkstätten der Lebenshilfe. Der dadurch entstehende Rauch zog durch das Treppenhaus in die oberen Stockwerke und gefährdete die dortigen Personen, dargestellt durch die beiden Jugendfeuerwehren. Somit standen Menschenrettung und Brandbekämpfung im Vordergrund. Als besondere Aufgaben wartete auf die Einsatzkräfte das Suchen von vermissten Personen im Rauch, aber auch das Retten von gehandicapten Menschen.

Am 8. November wurde dann die Zukunft der FF Cronenberg nach der Ära Hohnholdt besiegelt. Das neue Löschzugführer-Trio bestehend aus Dirk Jacobs an der Spitze mit seinen Stellvertretern Andreas Homm und Detlef Elter stellte sich der Mannschaft offiziell zur Wahl und wurde selbstverständlich bestätigt. Damit war dann die Zukunft der FFC gesichert. Am heutigen Tage soll sie beschlossen werden.

2009 investierte der Förderverein wieder mit über 6000 Euro in die Feuerwehr Cronenberg. So wurden neben der Übernahme der Kosten für eine Gruppemunfallversicherung Lehrmaterialen bezahlt, die gesamten Kosten für die Umgestaltung des Grillplatzes übernommen, einen Zuschuss für die Städtetour gegeben und gegen Ende des Jahres noch die Anschaffung von EDV-Hardware für einen eigenen Server sowie einem eigenen Internetanschluss ermöglicht.

Mit 219 Einsätzen fuhren wir 2009 die meisten seit Gründung einer Feuerwehr in Cronenberg und auch die meisten Einsätze Freiwilliger Feuerwehren in Wuppertal. Sie teilt sich auf in 28 Brände, 42 Hilfeleistungen und gewaltige 149 EvO-Alarmierungen. Trotz Versprechungen seitens der Berufsfeuerwehr, die Einsatzzahlen der EvO reduzieren zu wollen, erhöhte sich die Zahl erneut um rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Nachdem auf der Jahreshauptversammlung Oliver Vitt und Denis Jarovic in die Ehrenabteilung wechselten, wurden im Laufe des Jahres Sebastian Hempe, Dennis Arenz und Julian Homm in den aktiven Einsatzdienst übernommen. Von den Hahnerberger Kameraden übernahmen wir aufgrund eines Umzuges Sascha Häger. Die Kräftezahl lag damit Ende 2009 bei 41 Kameraden.

 

Anfang 2010 begann das Jahr mit sehr starken Schneefällen, die zum Einsatz nach Remscheid führten. Im Rahmen der vorgeplanten überörtlichen Hilfe größeren Umfangs kam sogar eine Bezirksbereitschaft zum Schneeschaufeln dorthin.

Ende Februar veranstalteten wir dann im großen Rahmen auf dem Hofe der Feuerwehr eine feierliche Verabschiedung für denn langjährigen Löschzugführer Jürgen Hohnholdt. Mit einem historischen Löschzug wurden er und seine Frau Ilona von zuhause abgeholt und zum Gerätehaus gefahren. Nach dem Durchschreiten eines Fackelspaliers konnte Jürgen auf dem alten Steigerturm in Bild und Ton auf seine lange Feuerwehrkarriere zurückblicken. In der Nikodemuskirche erfolgte dann am 5. März auf der Jahreshauptversammlung die offizielle Übergabe der Löschzugführung. Jürgen wechselte nach insgesamt 38 Jahren im aktiven Einsatzdienst in die Ehrenabteilung. Als neuer Löschzugführer löste Dirk Jacobs ihn nach zehnjähriger Amtsinhabe ab. Ihm zur Seite stehen nun die Stellvertreter Andreas Homm und Detlef Elter.

Im April konnten die Atemschutzgeräteträger der FFC im angemieteten Brandtrainer-LKW am Ausbildungszentrum Hahnerberg erneut Bekanntschaft mit der Hitze machen. Die gasbefeuerte Anlage bietet die Möglichkeit, jüngeren Kameraden die Hitze eines echten Feuers auf relativ ungefährlichem Wege näher zu bringen.

Zu einem tragischen Einsatz mussten die Kräfte der FF Cronenberg am 13. Mai ausrücken: In der Herichhauser Straße wurde am Abend ein Kellerbrand gemeldet. Die ersten beiden Fahrzeuge der FF Cronenberg trafen bereits 6 Minuten nach der Alarmierung an der Einsatzstelle ein, und sofort wurde aufgrund der sehr starken Rauchentwicklung das Ausmaß des Brandes klar. Der Rauch hatte sich bereits bis ins zweite Obergeschoss durch das Treppenhaus ausgebreitet und gefährdete die Menschen in den dortigen Wohnungen. 13 Personen sollten sich zum Zeitpunkt der Alarmierung im Gebäude befinden. Zum Glück konnten sich davon viele selbstständig durch das Treppenhaus ins Freie retten. Weitere Personen, die nicht unmittelbar betroffen waren, wurden im Verlauf des Einsatzes über tragbare Leitern gerettet. Ein Familienvater war jedoch vor dem Eintreffen der Feuerwehr wieder in die Wohnung gelaufen, um seinen angeblich vermissten Sohn zu retten. Sofort eilte ein Angriffstrupp zur Menschenrettung ins zweite Obergeschoss, während sich dann aber schnell herausstellte, dass der vermisste Sohn wohlauf im Freien war. Der Vater konnte mittels Fluchthaube durch das Treppenhaus gerettet werden. Tragischer Weise verstarb er jedoch einige Wochen später an den Folgen seiner schweren Rauchvergiftung im Krankenhaus. Nur wenige Tage später stellte sich erschreckenderweise heraus, dass der Hauptverdächtige aus den eigenen Reihen stammte. Hierzu muss allerdings auch ausgeführt werden, dass er erst wenige Wochen zuvor in den Löschzug eingetreten, und somit vielen Kameraden noch unbekannt war.

Ende Juni trafen sich die Kameraden eine Woche lang jeden Abend, um den Höhepunkt des Jahres vorzubereiten: Das traditionelle Feuerwehrfest am 3. Juli, ausgerichtet vom Förderverein. Nach der verregneten Pleite von 2009 konnte in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg verbucht werden!

Der Neubau des Ev. Altenzentrums am Eich unweit des Gerätehauses diente im Oktober als Veranstaltungsort der Jahresabschlussübung. Der Rohbau bot ideale Möglichkeiten, eine weiträumige Personensuche in einem verrauchten Kellergeschoss durchzuführen. Hierbei ging die FFC in ihrer kapazitiven Leistungsfähigkeit an die Grenzen. Zum Abschluss des gelungenen Übungssamstages wurde allen Kameraden vom Vorsitzenden des Fördervereins, Bernd Sopp, ein Paar Handschuhe zur technischen Hilfeleistung überreicht.

Traditionell versorgte die FFC im November die Besucher des Martinszuges wieder mit der letzten Feuerwehrwurst im Jahr. Am darauf folgenden Morgen wurde am Volkstrauertag zu Ehren der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges gedacht. Im feierlichen Rahmen schloss das Dienstjahr Mitte Dezember mit der Weihnachtsfeier.

Wie das Jahr begann, so endete es auch: Mit gewaltigen Schneemassen, die der FFC im Dezember noch den ein oder anderen Extra-Einsatz bescherten.

44 aktive Kameraden zählte der Löschzug Cronenberg zum Ende des Jahres. Und als kleine Sensation in Cronenberg befindet sich seit 2010 darunter auch wieder eine Dame: Jennifer Gehrenbeck wurde neben Lukas Kittler aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst übernommen.

Seit 2010 gibt es ein umfangreiches Sportprogramm, das der Förderverein gerne mit finanziellen Mitteln sponsert.  Benjamin Schürholt hat ein abwechslungsreiches Sportangebot zusammengestellt, zu dem sich die gewillten Kameraden bis zu dreimal in der Woche treffen. Schwimmen, Laufen, Radfahren, oder aber auch Fitnesstraining und Ballspiele in der selbstorganisierten Halle finden seitdem regelmäßig statt.

In punkto Ausstattung und Fahrzeugpark konnten wir vergangenes Jahr freudig ein neues Mannschaftstransportfahrzeug entgegennehmen, das an Ausstattung und Motorisierung keine Wünsche offen lässt.

219 Einsätze wurden im vergangenen Dienstjahr abgeleistet. Genau wie schon 2009.  Entfielen da noch 149 Einsätze auf die Ersthelfer-vor-Ort-Komponente, so ist diese Zahl endlich im vergangenen Jahr – nach stetiger Zunahme - deutlich gesunken auf 118 Einsätze.

 Während sich die Brände in den letzten Jahren immer zwischen 30 und 35 einpendelten, waren es 2010 immerhin 42. Daneben rückte die FFC noch zu 59 technischen Hilfeleistungen sowie Einsätzen im Bereich des Umweltschutzes aus.

 

Zu Beginn des Jahres 2011 bekam es die Feuerwehr Cronenberg mit extremen Szenarien durch Tauwetter zu tun: So ging die Ortschaft Brucher Kotten durch das Hochwasser des nahe gelegenen Morsbach buchstäblich unter. Zahlreiche Keller der Häuser am Kaltenbachweg liefen voll Wasser. Mit zahlreichen Tauchpumpen wurden die Lichtschächte entwässert.

Auf der Jahreshauptversammlung Anfang Februar wurde der Feuerwehr Cronenberg von der AWG Wuppertal eine Reanimationspuppe gestiftet. Ein wertvolles Ausbildungsgerät, das insbesondere die Ersthelfer-vor-Ort-Gruppe bei ihren regelmäßigen Trainings der Herz-Lungen-Wiederbelebung unterstützt. Weiter wurden an diesem Abend zahlreiche Kameraden für die erbrachten Leistungen im Vorjahr geehrt oder befördert.

Für die herausragende Gestaltung und die reichhaltigen Informationen auf der Website feuerwehr-cronenberg.de landete die FF Cronenberg Anfang Mai abermals im Dräger-Feuerwehrwebsite-Wettbewerb auf einer TOP-Platzierung. Bei der Preisverleihung konnte erstmalig eine Abordnung der FFC persönlich anwesend sein. Benjamin Schürholt, Webdesigner Jens Walterscheid sowie Webmaster Christian Oertel nahmen in Lübeck im sogenannten „Schuppen 6“, nahe dem Drägerwerk, Auszeichnungen und Preise für den 11. Platz von knapp 1300 teilnehmenden Seiten entgegen!

Passend zum WIC-Frühlingsfest veranstaltete der Förderverein am 8. Mai einen Informationstag vor der Emmauskirche. Bei schönem Wetter nutzten viele Cronenberger die Gelegenheit, die dargebotene Feuerwehrtechnik näher zu betrachten, sich über den Förderverein zu informieren, oder Wissenswertes über die korrekte Installation von Rauchmeldern zu erfahren. Die Bürger erhielten am Infostand der FFC außerdem die seltene Gelegenheit, unter fachkundiger Aufsicht an unserer neuen Reanimationspuppe eine Wiederbelebung zu üben.

 Bei einem angenommenen Waldbrand anlässlich des Übungsdienstes musste ein extremer Höhenunterschied mit schwerem Gerät zu überwunden werden. Zwischen der Wasserentnahmestelle sowie der Brandstelle lagen gute 60m Höhenanstieg. Zur Zufriedenheit der Ausbilder wurden die Kameraden natürlich auch dieser Lage Herr, und nach 20 Minuten intensivster Vorarbeit wurde gleich für zwei Rohre oben auf dem Berg „Wasser marsch“ gerufen.

Im Juni durften wir dann endlich in der Dorfmitte wieder die Fahnen hissen! Schöner und mehr denn je! Der Festzeitraum konnte beginnen!  Den Auftakt machte nach einer kameradschaftlichen Woche des gemeinsamen Aufbauens und Vorbereitens am 2. Juli das Feuerwehrfest. Mittags konnten sich die kleinen Besucher zunächst auf der Hüpfburg austoben oder sich an den vielen Aktionen für Kinder erfreuen. Bei bestem Wetter genossen die Besucher danach die Showübungen von unserer Jugendfeuerwehr sowie dem Löschzug Hahnerberg. Die Bürgerinnen und Bürger Cronenbergs dankten durch regen Besuch. Derart gut in Feierlaune, ging es zwei Wochenenden später weiter. Nach zwei Jahren konnte „Mann“ endlich wieder feinstes Werkzeug kaufen. Den Besuchern der Werkzeugkiste versüßten wir den Tag mit leckerer Feuerwehrwurst. Der Förderverein reichte passend dazu frisches Weißbier vom Fass. Der Erlös der Werkzeugkiste ging im Jahr 2011 für die Anschaffung von Defibrillatoren an die Cronenberger Sportvereine.

Geradezu gespenstisch mutete die Jahresabschlussübung Ende Oktober an. Das aufwändige Szenario stellte einen verunfallten PKW dar, dem am Abend auf der Straße Wahlert die Bremsen versagt hatten und er daraufhin ungebremst in einen auf dem Parkplatz abgestellten Tanklastzug einschlug. In Zusammenarbeit mit Rettungsdienst und Notarzt wurden insgesamt vier Fahrzeuginsassen behandelt und mit technischem Gerät aus dem PKW befreit. Die Einsatzstelle wurde weiträumig ausgeleuchtet und der auslaufende Superkraftstoff aus dem Tankfahrzeug mit einem Teppich aus Übungsschaum abgedeckt. Nach einem zufrieden stellenden Verlauf übergab der Förderverein an diesem Abend eine ganze Familie Übungspuppen und eine sehr leistungsstarke Nebelmaschine an die Ausbildungsabteilung. Weiterhin erhielt jedes aktive Mitglied des Löschzugs ein spezielles Rettungsmesser.

Nach obligatorischer Beteiligung an Martinszug und Volkstrauertag im November wurde noch einmal gemeinschaftlich Hand angelegt. Kurz vor dem Jahresende brachten wir das Feuerwehrhaus auf Vordermann. Hier wurde auch eine von Frank Klingenhöfer gezimmerte beleuchtete Vitrine im Gastraum installiert, die ab sofort für zusätzliche Gemütlichkeit sorgt. Gesammelte Werke aus den letzten Jahrzehnten, die sich bisher in Schränken verstecken mussten, haben nun endlich eine angemessene Bleibe.

Eine Überraschung gab es noch zum Jahresende: In einem gemeinsamen Antrag wünschten sich Ausbildung, Jugendfeuerwehr und Festausschuss einen neuen Beamer vom Förderverein. Heraus kam feinste Technik: Ab sofort findet der Unterricht in Full HD-Auflösung und mit einer sehr guten Lichtstärke statt.

Nachdem Benjamin Schürholt eine Ausbildung zur Abnahme des Deutschen Feuerwehrfitnessabzeichen genossen hatte, konnte er den Kameraden Jens Wittwer, Lucas Müller, Sascha Knoth, Marco Kauhaus und Christian Oertel dieses bereits 2011 bescheinigen. Von der Stadt gab es für diese Leistung pro Person Gutscheine für Sport- bzw. Kultureinrichtungen, sowie 50 Euro für den Feuerwehrbekleidungsshop.

Mit einer Frau und 40 Mann startet die FFC gut gerüstet in das neue Dienstjahr!

Nachdem Dennis Arenz und Tim Kaminsky ausgetreten sind, konnten wir mit Patrick Fischer einen wertvollen Kameraden gewinnen, dem wir außerdem die Vermittlung eines Stellplatzes für unser altes Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS zu verdanken haben! Wir verfügen insgesamt über einen guten Fahrzeugpark, der von unserem Gerätewart Holger Laubert mit seinem Arbeitskreis Technik bestens gepflegt wird. Dass der gute Pflegezustand Wuppertalweit bekannt ist, zeigt die Ehrung, die Holger Laubert auf der Jahresabschlussveranstaltung der Freiwilligen Feuerwehr Wuppertal zu Teil wurde: Für seine herausragenden Leistungen als Gerätewart und dem zusätzlichen Engagement im Arbeitskreis Technik auf Stadtebene erhielt er das Feuerwehrehrenzeichen in Gold der Feuerwehr Wuppertal.

Die Einrichtung des Gerätewagens Unwetter erhielt vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt 2011 den „Blauen Kompass“, der Anpassungen an den Klimawandel auszeichnet.

Mit geringfügig weniger Einsätzen als 2010 schließen wir das vergangene Dienstjahr. Insgesamt wurden die Cronenberger Kräfte 205mal alarmiert. Neben 52 Bränden und 43 Hilfeleistungen wurden 2011 „nur“ noch 110 Mal die Ersthelfer-vor-Ort angefordert. Eine positive Entwicklung, die aus der zusätzlichen Stationierung weiterer Rettungsmittel an der Rettungswache Hahnerberg resultiert. Ein erst kürzlich erfolgter Ausbau der Bereitschaftszeit dieser Fahrzeuge wird weitere Erholung für die EvO bringen, das zeichnet sich bereits jetzt ab.

 

Viele Zuwendungen des Fördervereins erreichten die FF Cronenberg: Übungspuppen, Rettungsmesser, Nebelmaschine und Beamer sind jedoch nicht alles, was uns der Verein 2011 ermöglicht hat. So gab es außerdem Haix-Stiefel für neue Kameraden, Fahrsicherheitstrainings für neue Ersthelfer, Fahrradständer auf dem Hof, Lehrmaterial und Sportutensilien. Alles in allem investierte der Förderverein erneut über 5500 € in die FF Cronenberg.

 

Direkt zu Beginn des Jahres 2012 hielt eine dubiose Brandserie in der Kohlfurth die Feuerwehr in Atem: In verschiedenen Nächten brannten mehrere Autos an immer gleicher Stelle. Dass dies sicher kein Zufall ist, war schnell jedem klar. Kurioserweise war die Brandstelle genau der Flecken Erde, auf dem bis vor kurzem noch die Ruine des Großbrandes von 2009 stand.

Der Großbrand im Gewerbepark Unterkirchen war vermutlich der langwierigste und personalintensivste Einsatz der Feuerwehr Wuppertal seit dem Brand des Schwimmsportleistungszentrum Küllenhahn im Jahre 1995. Inklusive Nachlöscharbeiten war die Feuerwehr Cronenberg rund fünf Tage an dieser Einsatzstelle im Einsatz. In der Brandnacht wurden zudem in der Feuerwache Kemmannstraße evakuierte Personen untergebracht und verpflegt. Außerdem wurde hier ein Sammelpunkt für unterstützende Kräfte eingerichtet.

Auf der Jahreshauptversammlung Anfang Februar gab es neben zahlreichen Ehrungen und Beförderungen auch eine Überraschung: Der dritte Mann im Bunde der Löschzugführung – Detlef Elter – trat von seinem Posten zurück, da die FFC „nun so gut aufgestellt sei, dass die beiden das alleine schaffen“. Zusätzlich war seine Amtsübernahme ohnehin befristet geplant.

Nach einer längeren Pause konnte ein großer Teil unserer Kameraden endlich im vergangenen Jahr wieder eine wunderbare Segeltour auf dem Ijsselmeer genießen. Großzügig gesponsert vom Förderverein ließ man es sich Mitte Mai über fünf Tage bei teils strahlendem Sonnenschein, teils aber auch bei steifer Brise, gut gehen.

Nach der Segeltour waren es nur noch wenige Wochen bis zum Feuerwehrfest. In diesen fand – wie mittlerweile auch schon fast traditionell – das Public Viewing der Fußball-Europameisterschaft für Mitglieder des Fördervereins statt. Zusätzlich wurden in diesen Wochen nach langer Vorplanung aber auch noch die in die Tage gekommenen Turmbilder restauriert. Mit freundlicher Unterstützung der Hahnerberger Kameraden und deren Drehleiter wurden die bekannten sechs Bilder aus ihren Rahmen im Turm in der Kemmannstraße gehoben, und von unseren Malern Thorsten Kozyra und Björn Hohnholdt liebevoll aufgearbeitet. Außerdem erhielten die Bilder modernere Schriftzüge. Pünktlich vor dem Fest konnten die Bilder dann wieder montiert werden und erstrahlen seitdem in neuem Glanz.

Neben unserem regelmäßigen Dienstsport waren wir in den Sommermonaten bei mehreren Events sportlich aktiv: Innerhalb des Bergischen Firmenlaufes stellten auch wir einen Teil der rund 70-köpfigen „Feuerwehr Wuppertal“-Laufgruppe. Hierbei hat uns besonders gefreut, dass es im Sport möglich ist, ohne Differenzierung zwischen Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr einheitlich als „Feuerwehr Wuppertal“ aufzutreten. Nach diesem teilweise sehr verregneten Lauf durch die Elberfelder City, der dennoch viel Spaß brachte, ging es im September bei herrlicher Spätsommersonne weiter: Voller Teamgeist trat die FFC mit gleich drei Teams zum Staffel-Triathlon „Bergischer Hammer“ an: Nachdem die Schwimmer sich auf einer 750m Strecke im Freibad Neuenhof verausgabten, mussten sie anschließend noch zum hochgelegenen Parkplatz der Müllverbrennungsanlage sprinten. Danach durften dann die Mountainbiker starten zu einer knapp 24 Kilometer langen Berg-und-Tal- Fahrt durchs Burgholz. Hier musste innerhalb der Strecke auch zweimal der verheißungsvolle An-stieg mit dem Namen „Heart-Break-Hill“ erklommen werden. Nachdem auch die Mountainbiker ihren Part erfüllt hatten, mussten noch die Läufer auf einer Strecke von zehn Kilometern ihr Bestes gebe, ehe man feierlich auf dem Gelände der AWG am Küllenhahn ins Ziel einlaufen konnte. Mit drei tollen Resultaten wurde die Veranstaltung gemeistert und wir werden auch in diesem Jahr wieder teilnehmen.

Ende September wurde Detlef Elter auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins als Erster Vorsitzender gewählt. Damit löste er Bernd Sopp ab, der danach in die Position des zweiten Vorsitzenden gewählt wurde. Zusammen mit weiteren personellen Neubesetzungen ist der Förderverein nun wieder stark aufgestellt für die nächsten Jahre.

Im vergangenen Jahr wurden erneut die Beziehungen zu einem starken Partner in Cronenberg ausgebaut: Die Jahresabschlussübung fand am 27. Oktober in der Heizungszentrale des Knipex-Werkes in der Oberkamper Straße statt. Dort, wo die FFC das ein oder andere Mal im Jahr auch zu Realeinsätzen auftaucht, konnte nach langen Jahren wieder eine umfangreiche Übung stattfinden. Sie stellte vor der Wintertheorie ein weiteres Mal die Schlagfertigkeit der Cronenberger Wehr unter Beweis.

Im November gestaltete der Förderverein erneut das Rahmenprogramm des Cronenberger Martinszuges mit, indem frische Cronenberger Feuerwehrwurst vom Grill serviert wurde. Eine Woche später stand eine Abordnung der FFC mehr oder weniger souverän Ehrenwache beim Volkstrauertag am Ehrenmal. Traditionell schloss das Dienstjahr wieder mit der Weihnachtsfeier. Aufgrund des tollen Ergebnisses und der guten Entwicklung in 2012 hatte sich der Förderverein dazu etwas Besonderes für die Kameraden ausgedacht: Anstatt mit Eigenleistung eine Weihnachtsfeier im eigenen Gastraum herzurichten, lud man in das eigens angemietete TIC-Atelier zum Buffet mit gleichzeitiger Aufführung eines Schauspielstückes.

Aber nicht nur dafür gilt unser Dank dem Förderverein! Denn neben unserer zusätzlichen Unfall-versicherung schaffte er im vergangenen Jahr auch ein neues Belüftungsgerät sowie sechs spezielle Handlampen für den Einsatz an. Ergänzend zur Übernahme der Kosten für die Gruppenunfall-versicherung ist für das vergangene Jahr hinzuzufügen, dass die Bezirksvertretung Cronenberg dem Förderverein die gesamte Beitragssumme aus den begrenzten eigenen Finanzmitteln zurückerstattet hat.

Zwei Neuzugänge konnten wir aus anderen Löschzügen begrüßen: Peter Koch und Christian Haas nahmen im Jahr 2012 umzugsbedingt ihren Dienst bei uns auf. Nach erfolgreichem „Drill“ beglückte Peter Koch den Löschzug dann auch direkt im ersten Jahr mit seinem Erfolg als einer der Lehrgangsbesten in der Grundausbildung. Diese Ehrung bekam er auf der Jahresabschlussveranstaltung der FF Wuppertal im Dezember ausgesprochen. Hier wurde auch der langjährige Nachbar der Cronenberger Feuerwehr – die Firma Stahlwille – als Partner der Feuerwehr ausgezeichnet. Nicht zuletzt, weil sie sich uneigennützig bereiterklärt hatte, den Youngtimer der Feuerwehr Cronenberg, das ausgemusterte LF 16-TS, in einer werkseigenen Halle in Remscheid zu beherbergen.

Aber auch die weitere Fortbildung lief überaus gut: Sascha Knoth und Kevin Glebe meisterten die Ausbildung zum Truppführer, auch hier stellte die FFC mit Sascha Knoth den Lehrgangsbesten. Christian Oertel absolvierte mit dem gleichem Erfolg die Ausbildung zum Gruppenführer an der Landesfeuerwehrschule in Münster. Abgerundet wurden die Fortbildungen von unserem Mädel Jenny Gehrenbeck, die nach erfolgreicher Ausbildung zur Sanitäterin nun bei den Ersthelfern eingestiegen ist, sowie von Benjamin Schürholt, der einen Lehrgang im Bereich der ABC-Gefahren absolvierte.

Somit schließt das Dienstjahr 2012 mit einer Personalstärke von 41 Kameraden, darunter eine Dame. Der positive Trend der Entlastung der Ersthelfer-vor-Ort-Gruppe, den wir schon in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 spüren konnten, hat nun im vergangenen Jahr vollständig gegriffen. In einem insgesamt ruhigen Jahr 2012 ohne einsatztreibende Unwetterlagen kommt die FFC auf eine moderate Zahl von nur 144 Einsätzen. Davon entfallen 42 auf Brände (überdurchschnittlich), 25 auf technische Hilfeleistungen (unterdurchschnittlich) und nur noch 72 Einsätze (statt 2009 149!) auf die Ersthelfer-vor-Ort.

 

Das Jahr 2013 begann für die Feuerwehr Cronenberg mehrfach wiederholt mit einer Aufgabe, die sich als roter Faden durch die folgenden 12 Monate ziehen sollte: Schlüsseldienst! Nie zuvor fuhren wir mehr Einsätze mit dem Stichwort „Hilflose Person hinter verschlossener Tür“.

Größere Fahrzeugumsetzungen machten auch vor Cronenberg nicht halt. So wurde das 1990 in Dienst gestellte LF16 als Ausbildungsfahrzeug auf die Feuerwache 1 abgezogen und der Gerätewagen Unwetter zu den Hahnerberger Kollegen überstellt. Das ehemalige Tanklöschfahrzeug aus dem Jahr 2003 wurde hingegen zu einem Löschgruppenfahrzeug umgebaut und hat somit einen wesentlich verbesserten einsatztaktischen Wert. Seit dem Frühjahr hat auch wieder ein geländegängiges Tanklöschfahrzeug seinen Platz in die Hallen der Kemmannstraße gefunden. Primär zur Waldbrandbekämpfung konzipiert und mit entsprechendem Gerät ausgestattet, rückt es aber auch als drittes Fahrzeug beim Zugalarm aus. Dass dieses Fahrzeug aber auch schon ein stolzes Alter von gut 20 Jahren erreicht hat, ließ sich optisch nicht verstecken. Summa summarum verfügt die Feuerwehr Cronenberg nun statt über sechs nur noch über fünf Fahrzeuge, die aber technisch kaum Wünsche offenlassen.

Anfang Mai trainierten einige Atemschutzgeräteträger, wie schon seit vielen Jahren, im angemieteten Heißcontainer verschiedene Löschtechniken und –taktiken bei der Innenbrandbekämpfung.

Am gleichen Wochenende nutzte unser Förderverein den verkaufsoffenen Sonntag im Dorf, um sich den Bürgern zu präsentieren und neue Mitglieder zu werben. Bei strahlendem Sonnenschein konnten sich die Kinder auf der Hüpfburg austoben, während die Eltern sich über Rauchmelder beraten ließen oder den Ablauf einer Reanimation an unserer Übungspuppe verfolgten.

Während in den letzten Jahren des Öfteren der Wuppertaler Westen von Starkregen betroffen war, erwischte es im Juni den Stadtteil Barmen: Hier fiel an einem Nachmittag binnen kürzester Zeit so viel Regen, dass zum Auspumpen zahlreicher Keller die Hilfe nahezu aller Löschzüge benötigt wurde, unter anderem auch die unsere.

Das Feuerwehrfest im Juni wurde erneut ein unglaublicher Erfolg. Unser Förderverein konnte nach dem Sensationsergebnis von 2012 ein weiteres Mal einen neuen Umsatzrekord aufstellen. Kurz nach dem Feuerwehrfest hieß es wieder: „Fahnen hissen!“ Die FFC behängte die Dorfmitte als Vorboten für die Cronenberger Werkzeugkiste mit den grünweißen Fahnenwimpeln. Bei der Kiste engagierten sich wie immer der Löschzug mit der Wurstbude und der Förderverein mit dem Weißbierstand für den wohltätigen Zweck. Genau wie auf dem Feuerwehrfest konnte auch hier ein neuer Rekorderlös erzielt werden. Der Grund war sicher nicht zuletzt das wunderbare Wetter.

Auch öffentlich konnten sich die ohnehin sportbegeisterten Kameraden im vergangenen Jahr mehrmals präsentieren. Am 7. Juli beim Schwebebahnlauf durch die Elberfelder City innerhalb der riesigen Laufgruppe der Feuerwehr Wuppertal, oder aber am Tag der Deutschen Einheit beim Feuerwehrlauf von Feuerwache zu Feuerwache.

Das tollste Event war aber, wie schon im Vorjahr, die Teilnahme am Crosstriathlon Mitte September: Mit erneut drei Staffelteams und diesmal zusätzlich einem Einzelstarter wurde der anspruchsvolle Parcours bestehend aus Schwimmstrecke, Laufstrecke und Mountainbike Trail durch den Burgholzwald gemeistert. Im altbekannten jährlichen Wechsel mit der Segeltour führte die Städtetour, organisiert von Björn Hohnholdt, im Spätsommer 2013 ins schöne Dresden. Ein planmäßiger Halt fand vorher noch in Leipzig statt, wo die Kameraden Hier das hochmoderne BMW-Werk besichtigten. In Erinnerung bleibt als Highlight eine geführte Städtetour durch Dresden auf Segway-Rollern. Nach drei Stürzen ohne nennenswerten Personenschaden ging es weiter ins Militärmuseum. Zum Abschluss dieses tollen Tages stand noch eine Besichtigung der Radeberger-Brauerei auf dem Programm. Der nächste Vormittag stand erneut im Zeichen sportlicher Betätigung: Eine Schlauchbootfahrt auf der Elbe endete mit einem fast kenternden Schlauchboot und einem erbosten Fährkapitän. Die Heimfahrt führte ohne materielle Ausfälle durch die imposante Sächsische Schweiz.

Kurz vor dem Ende des praktischen Ausbildungshalbjahres ging während einigen Dienstabenden auf dem Feuerwehrhof noch einmal richtig zur Sache: In mehreren Unterrichtseinheiten wurden verschiedenste Verkehrsunfall-Szenarien nachgestellt und umfangreich abgearbeitet.

Abgeschlossen wurde die Praxis traditionell mit einer groß angelegten Jahresabschlussübung. Bei einem sogenannten ABC-Einsatz, bei dem Gefahren durch atomare, biologische oder chemische Stoffe auftreten, war neben dem Einsatz der FF Cronenberg auch die Fachkenntnis des Umweltschutzzuges gefragt. Ein vom Kranhaken gefallenes Chemikaliengebinde verätzte durch eine Leckage mehrere Mitarbeiter, die dann aus dem Gefahrenbereich gerettet werden mussten. Für dieses umfangreiche Szenario stellte uns in diesem Jahr freundlicherweise die Firma Stahlwille ihr Betriebsgelände zur Verfügung.

Neben dem löschzuginternen Ausbildungsdienst leisteten einige Kameraden darüber hinaus zusätzliche Lehrgänge: Christian Haas beendete erfolgreich den Grundlehrgang und Patrick Fischer den Truppführerlehrgang. Christian Oertel und Benjamin Schürholt legten am Institut der Feuer-wehr ihre Ausbilderscheine ab, und letzterer zusätzlich die Ausbildung zum Gruppenführer.

Dominik Maurer machte den LKW-Führerschein und Sascha Knoth wurde für seinen Abschluss als Lehrgangsbester beim Truppführerlehrgang rückwirkend für das Jahr 2012 geehrt.

Die Personalstärke der Einsatzabteilung hat sich mit den Eintritten von Robin Birker, Maurice Marijnissen und Marius Müller und den Übertritten von Christian Homm und Svenja Elter in die Ehrenabteilung in ungefähr in Waage gehalten, so dass wir am Jahresende über 44 aktive Kameraden verfügen.

Die Ehrenabteilung hat mit dem ehemaligen Löschzugführer Jürgen Hohnholdt im vergangenen Jahr einen verantwortungsvollen Leiter erhalten, der derzeit alles daran setzt, die Struktur diese Abteilung aufzuarbeiten und vollständig in die Ehrenabteilung der Feuerwehr Wuppertal zu etablieren. Bereits im September nutzten die Kameraden beim Ehemaligentreffen bei einer Bildershow auf unserer großen Leinwand die Gelegenheit, über alte Zeiten zu philosophieren.

Klassisch beendet wurde das Dienstjahr mit einer gemütlichen Weihnachtsfeier, diesmal in Form eines Weihnachtsmarktes mit Vorzelt, Glühweinstand und Waffeleisen. Hier durfte natürlich auch der Nikolaus nicht fehlen. sehr zur Freude der kleinen Gäste.

Ein großes Projekt zur Instandhaltung der eigenen Räumlichkeiten zog sich durch das gesamte vergangene Dienstjahr. Unter Anleitung unserer Malermeister Thorsten Kozyra und Björn Hohnholdt wurden die komplette Fahrzeughalle, der Spindraum, der Jugendraum und demnächst auch noch der Schulungsraum neu gestrichen. Dafür waren zuvor umfangreiche Spachtel- und Ausbesserungsarbeiten nötig, so dass sich die Arbeit insgesamt über viele Monate hinzog.

Unserem Förderverein danken wir an dieser Stelle wieder einmal für großzügige Anschaffungen und Zuschüsse im vergangenen Jahr:

Wohl zum letzten Mal finanzierte er - respektive der freundlichen Rückerstattung durch die Cronenberger Bezirksvertretung - die zusätzliche Unfallversicherung für die Kameraden der aktiven Einsatzabteilung sowie der Jugendfeuerwehr. Hier konnte jetzt nach langjährigen Bemühungen mit der Stadt Wuppertal bzw. der Berufsfeuerwehr die Lösung erarbeitet werden, dass diese sinnvolle Ausgabe nach Cronenberger Vorbild zum Vorteil für alle Wuppertaler Löschzüge ausgeweitet wird. Die Summe wird also voraussichtlich ab diesem Jahr aus kommunalen Mitteln hochoffiziell gedeckt.

Zur Lagerung der immensen Festausstattung kaufte der Verein im vergangenen Jahr einen 20-Fuß-Seecontainer, der freundlicherweise dauerhaft auf dem in Besitz der Firma Stahlwille befindlichen Nebenhof abgestellt werden darf. Seitdem entfällt das mühsame Transportieren unzähliger Bierzeltgarnituren in die Kellergewölbe der Feuerwache. Weitere Anschaffungen waren ein neuer PC für Ausbildungszwecke, zwei Sätze „Halligan-Tools“ für die Feuerwehrfahrzeuge zum gewaltsamen Öffnen diverser Hindernisse, sowie die Bezuschussung der sportlichen Aktivitäten.

Mit insgesamt 197 Einsätzen hatten wir 2013 wieder erheblich mehr zu tun als 2012. Neben 95 Helfer-vor-Ort-Einsätzen rückten wir 70 Mal zu Hilfeleistungen aus. Hier entfiel, wie ein-gangs erwähnt, ein erheblicher Anteil auf Notfälle – bzw. vermeintliche Notfälle – hinter verschlossener Tür. Ein Trend, der im gesamten Stadtgebiet zu beobachten ist und Rätsel aufwirft. Mit 32 Bränden haben wir in dieser Kategorie nach einem überdurchschnittlichen Ausreißer vom Jahr 2012 wieder das gewohnte Mittel erreicht.

 

Das Jahr 2014 begann für die Bereitschaftsgruppe unseres Löschzugs mit einer nervenzehrenden Silvesternacht. Bereits vor Mitternacht hatte eine Serie von Brandstiftungen begonnen, bei dem diverse Papier- und Elektroschrott-Container in Brand gesetzt wurden. Diese sollte sich auch über den Jahreswechsel fortsetzen, so dass den Kameraden lediglich um 24 Uhr wenige Minuten zum Anstoßen mit Ihren Liebsten blieben, bevor die Melder erneut auslösten.

Auf der Jahreshauptversammlung wurde neben vielen Beförderungen auch eine besondere, da seltene Ehrung ausgesprochen. Heinz Becker wurde unter dem Applaus der Anwesenden zum Ehrenbrandmeister der Feuerwehr Cronenberg ernannt. Der Löschzug würdigt damit die Verdienste des langjährigen Werkstattleiters der Berufsfeuerwehr um den Cronenberger Fuhrpark.

Nach der inzwischen fast obligatorischen Brandwache beim wie immer gut besuchten Osterfeuer der Sudbürger am 19. April stand auch der 4. Mai ganz im Zeichen der Prävention. Der Förderverein der Feuerwehr Cronenberg nutze den Tag, um an seinem Stand auf dem Rathausvorplatz auf die Notwendigkeit von Rauchmeldern in Privatwohnungen aufmerksam zu machen. Unter dem Motto „Rauchmelder sind Lebensretter“ berieten die Fachleute den interessierten Bürger zu den Gefahren des Brandrauchs und zu Anschaffung und Anbringung der kleinen Geräte.

Am Wochenende des 16. bis 18. Mai stand wieder die Ausbildung einiger unserer Atemschutzgeräteträger in einer mobilen, gasbefeuerten Wärmegewöhnungsanlage auf dem Gelände des Schulungzentrums Korzert auf dem Programm.

Für 22 aktive und ehemalige Kameraden und ihre Gäste – darunter auch erstmals Kameraden des Nachbarlöschzugs Hahnerberg ging es vom 23.-27 Mai auf große Segelfahrt nach Holland. Von Enkhuizen aus machten wir das Ijssel- und Wattenmeer bis Terschelling unsicher.

Bei der Terminfindung für das Feuerwehrfest witterte unser Festausschuss unter Thorsten Kozyra in diesem Jahr bereits eine Verschwörung nie dagewesenen Ausmaßes, wurde doch ausgerechnet für den ursprünglich geplanten Termin ein mögliches Achtelfinalspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien ausgelost. Da am Ausweichtermin auch noch der „lange Tisch“ auf der B7 stattfinden sollte, entschied man sich nach langer Diskussion, der Konkurrenz aus dem Weg zu gehen, mit alten Traditionen zu und das Fest nach den Sommerferien am 6. September stattfinden zu lassen. Und so pilgerten bei bestem Wetter wieder die Fans auf das Gelände in der Kemmannstraße und ließen die Veranstaltung auch in diesem Jahr zu einem vollen Erfolg werden. Hunderte feierten bis in die Nacht friedlich zur Musik der Band „Die alten Schweden“.

Immer gegen Ende des praktischen Ausbildungshalbjahrs überprüft der Löschzug das an den vielen Übungsabenden im Sommer Erlernte im Rahmen seiner großen Abschlussübung. Diese fand Ende Oktober bei der Firma Gisbert Krämer an der Solinger Straße statt. In dem Betrieb war es bei Arbeiten an der Gasversorgung zu einer Explosion und einem anschließenden Feuer gekommen. Disconebel und Pyrotechnik sorgten für ein gespenstisches Szenario. Im Verlauf der Übung galt es nun mehrere verletzte Personen innerhalb und außerhalb des Gebäudes zu finden und – teils mit Unterstützung der Hahnerberger Drehleiter - in Sicherheit zu bringen. Da dies binnen 30 Minuten gelang, zeigte sich die Übungsleitung im Anschluss auch sehr zufrieden mit der gezeigten Leistung.

Ein High-Light für unser Gerätehaus war Ende November die Installation einer „neuen“ Weihnachtsbeleuchtung. Dank der Hilfe unserer Kameraden vom Löschzug Hahnerberg und ihrer Drehleiter schmücken jetzt ein Schlitten samt Rentieren und ein auf einem Halbmond sitzender Nikolaus während der Festtage die Front der Feuerwache. Vielen Cronenbergern wird diese bekannt vorkommen, war diese doch zuvor bereits an der Post und beim Weihnachtsmarkt angebracht. Bei uns hat sie nun ein neues, würdiges Zuhause gefunden.

Auch sportlich wurde den Kameraden in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches Programm geboten. So nahmen Anfang des Jahres interessierte Mitglieder des Löschzugs an einem Rettungsschwimm-Lehrgang bei der DLRG-Abteilung Polizei in der Schwimmhalle am Buschland teil. Nach bestandener theoretischer und praktischer Prüfung konnten die Teilnehmer ihre Deutschen Rettungsschwimmabzeichen in Bronze, Silber oder Gold entgegennehmen. Neben der Teilnahme an der gelungenen Premiere des Schwebebahnlaufs und dem inzwischen fast obligatorischen Start beim Cross-Triathlon im Burgholz, war der BaRon-Triathon in Ronsdorf ein unvergessliches Event. Um Spenden für den Erhalt des Bandwirkerbads zu sammeln ging es hier nach dem Schwimmen in voller Feuerwehrkleidung auf den Rad- und Laufparcours rund um das Bad. Dies verlangte den Teilnehmern die volle körperliche Leistungsfähigkeit ab, war aber mit Sicherheit auch gute Werbung in eigener Sache.

Die Zahl der aktiven Mitglieder des Löschzugs hat sich nach der Abwanderung von Peter Koch zum Löschzug Langerfeld, den Übertritten von Nadine Göbel und Marius Müller aus unserer Jugendfeuerwehr sowie dem Zuzug von Karsten Neumann aus Remscheid auf derzeit 46 leicht erhöht. Außerdem konnten wir mit Oliver Sommavilla, der bei der Firma Stahlwille arbeitet, einen weiteren Unterstützer für Tagesalarme gewinnen. Auch die Ehrenabteilung wächst durch die Initiative von Jürgen Hohnholdt langsam aber stetig und kommt derzeit auf 15 Mitglieder.

Mit Bestürzung erfuhren wir im September vom Tod unseres Freundes, Unterstützers und Ehrenbrandmeisters Wolfgang Bergheim. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten.

Neben der regelmäßigen Ausbildung am Standort nahmen auch in 2014 wieder viele Kameraden an weiterführenden Fort- und Weiterbildungen bei der Feuerwehr Wuppertal oder am Institut der Feuerwehr in Münster teil. So schloss beispielsweise Maurice Marijnissen seine Truppmannausbildung erfolgreich ab, Lukas Kittler ist nun Truppführer. Christian Haas besuchte einen Sanitäterlehrgang beim Deutschen Roten Kreuz und die Führung bildete sich bei Tagesseminaren am Institut der Feuerwehr in Münster fort.

Das Einsatzaufkommen des Löschzugs bewegte sich im Jahr 2014 in etwa auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Insgesamt 182 Alarmierungen standen zu Buche, darunter 37 Brände, 48 Hilfeleistungen und 97 Einsätze der Ersthelfer-vor-Ort.

An die Grenze ihrer Belastbarkeit brachte die Cronenberger Einsatzkräfte am Osterwochenende ein nächtliches Feuer in einem achtgeschossigen Wohngebäude am Mastweg. Schon auf der Anfahrt wurde klar, dass sich bereits Rauch im Gebäude ausgebreitet hatte und Menschenleben gefährdete. Während ein Trupp versuchte, sich zum Brandherd in den Keller vorzukämpfen, mussten insgesamt 35 Personen über Drehleitern und mit Fluchthauben über den Treppenraum vor dem giftigen Qualm in Sicherheit gebracht werden. Zwei Personen hatten zuvor bereits so viel Rauchgas eingeatmet, dass sie anschließend zu einer Behandlung in einer Überdruckkammer nach Wiesbaden geflogen werden mussten. Dieser Einsatz zeigt einmal mehr die Wichtigkeit von Rauchmeldern. Leider waren diese dort weder im Keller, noch im Treppenhaus installiert. Dadurch hätte zwar der Brandausbruch nicht verhindert werden können, er wäre jedoch wahrscheinlich früher entdeckt worden, was den Bewohnern Zeit für ein sicheres Verlassen des Gebäudes und der Feuerwehr die Chance für eine schnellere Brandbekämpfung gegeben hätte.

So geschehen bei einem Brand in einer Gaststätte an der Hauptstraße im Dezember. Im Bereich eines Kamins war es zu einem Schwelbrand eines Holzbalkens gekommen. Der Rauch zog bereits in die darüber liegende Wohnung, in der der Mieter nichtsahnend schlief. Hochgiftiges Kohlenmonoxid breitete sich aus. Durch das laute Signal eines ausgelösten Rauchmelders aufgeschreckt, konnte der Bewohner rechtzeitig und unverletzt seine Wohnung verlassen, die Feuerwehr den Brand auf den Bereich um den Kamin begrenzen. Dieser Mann verdankt vermutlich diesem wenige Euro teuren Gerät sein Leben.

Waren es in den letzten Jahren vermehrt Wetterereignisse in Wuppertal, die unsere Einsatzzahlen in die Höhe schnellen ließen, so stand dieses Jahr eindeutig im Zeichen der Hilfe für andere Gemeinden. Im Rahmen der sogenannten „vorgeplanten überörtlichen Hilfe größeren Umfangs“ rückten wir in diesem Jahr erstmalig im Verband mit anderen Wuppertaler, Remscheider und Solinger Kameraden gleich mehrfach mit einem Löschgruppenfahrzeug zur Beseitigung von Schäden nach Naturkatastrophen aus. So beseitigten wir Schäden nach dem Sturmtief Ela im Kreis Mettmann, Ratingen und Mülheim und wurden nach dem „Jahrhundertregen“ in Münster zum Entfernen der Wasserschäden eingesetzt.

Einen schönen Abschluss des Jahres bot eine kleine, aber feine Weihnachtsfeier am 13. Dezember in den Räumlichkeiten des Löschzugs. Weihnachten kommt ja bekanntlich immer recht plötzlich, und so stellten die Kameraden Thorsten Kozyra, Karsten Vitt und Frank Klingenhöfer binnen kürzester Zeit die Feier für uns, unsere Familien und die Ehrenabteilung, die inzwischen gerne in das Geschehen des Löschzugs integriert wird, auf die Beine. So finden z.B. auch regelmäßige Stammtische zum Erfahrungsaustausch der jungen und älteren Kameraden statt oder die Mitglieder der Ehrenabteilung besuchen die aktiven Kameraden beim Übungsdienst und können sich dort über neue Entwicklungen informieren.

 

Das Jahr 2015 begann für die Bereitschaftsgruppe unseres Löschzugs dieses Mal – ganz im Gegensatz zum vergangenen – mit einer einsatzfreien, ruhigen Silvesternacht. Da auch die erste Woche des Jahres ohne Einsatz blieb, konnten wir am 9. Januar ganz entspannt in unser Ausbildungsjahr starten. An insgesamt mehr als 20 Ausbildungsabenden wurden – organisiert von den Mitgliedern des Arbeitskreis Ausbildung – wichtige theoretische Grundlagen vermittelt, notwendige Handgriffe trainiert und Einsatztaktiken perfektioniert. Ein besonderer Höhepunkt des Ausbildungsjahrs war die praxisnahe Ausbildung zur technischen Hilfe nach Verkehrsunfällen auf dem Schrottplatz der AWG.

Auf der Jahreshauptversammlung am 27. Februar in der Nikodemuskirche wurden neben vielen Beförderungen auch wieder Ehrungen für langjährige Mitglieder ausgesprochen. So konnte Andreas Homm eine Auszeichnung für seine 40-jährige Mitgliedschaft entgegennehmen, Björn Hohnholdt wurde für seine 25-jährige Tätigkeit zum Wohle des Cronenberger Bürgers mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes NRW in Silber ausgezeichnet. Außerdem wurde in einer Schweigeminute dem im Vorjahr verstorbenen Freund und Ehrenbrandmeister Wolfgang Bergheim gedacht.

Im März nahmen unser Löschzugführer Dirk Jacobs und der Leiter der Cronenberger Ehrenabteilung Jürgen Hohnholdt an einem Benefiz-CD-Projekt zugunsten des Kinderhospiz‘ im Burgholz teil. Trotz nachweislich nicht vorhandenen Gesangstalents nahmen die beiden im Tonstudio die Cronenberger Version des Songs „We are the World“ auf, der dann auf der feierlichen Eröffnung des Hospiz‘ uraufgeführt wurde.

Das inzwischen traditionelle Osterfeuer der Sudbürger auf der Festwiese an der Hintersudberger Straße fand am 4. April statt. Hier stellte die FF Cronenberg eine Sicherheitswache.

Ebenfalls im April richtete die Feuerwehr Cronenberg einen großen Aktionstag in der Ortsmitte aus. Damit konnten gleich die sprichwörtlichen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Zum einen retteten wir den Cronenberger Einzelhändlern damit den verkaufsoffenen Sonntag, die nach der Auflösung der Werbegemeinschaft W.i.C. und dem damit verbundenen Ausfall des Frühlingsfestes einen (gesetzlich geforderten) Anlass zur sonntäglichen Öffnung ihrer Ladenlokale brauchten. Zum anderen konnten wir die Gelegenheit nutzen, um Werbung in eigener Sache betreiben. Mit einer Hüpfburg, einer Fahrzeugausstellung, einer Showübung der Jugendfeuerwehr und vielen informationsangeboten rund um den Feuerwehrdienst warben wir um den kleinen und großen Nachwuchs. Ein Stand des Fördervereins, bei dem sich die Bürger über Rauchmelder informieren konnten, rundete das Angebot ab.

Am 6. Juni stieg wieder das Feuerwehrfest. Organisator Thorsten Kozyra und sein Team hatten den Wettergott wohl diesmal gnädig gestimmt und so feierten wir mit mehreren Hundert Gästen bis tief in die Nacht zur Musik der „Alten Schweden“. Außerdem konnten sich die Gäste traditionell mit der Cronenberger Feuerwehrwurst und Getränken an Wuppertals längster Theke verköstigen. Aber auch für unsere kleinen Besucher war mit Kinderschminken und Showübungen im Nachmittagsprogramm bestens gesorgt.

Zwei Wochen später stieg bereits das nächste große Fest im Dorf: Die 23. Auflage der Werkzeugkiste knackte die Eine-Millionen-Euro-Marke zugunsten behinderter Menschen und sozialer Einrichtungen in unserem Stadtteil. Der Löschzug Cronenberg, damals Mitinitiator der „Kiste“ trug dazu mit seinem Wurststand bei. Die Ehrenabteilung unterstützte uns dabei, indem sie erstmalig eine komplette Schicht in Eigenregie übernahm!

Vom 17.-20 September fuhren wieder 16 Kameraden auf einen inzwischen im jährlichen Wechsel mit der Segeltour stattfindenden Städtetrip. Als Ziel hatten sich die Organisatoren Björn Hohnholdt und Sascha Knoth die Hansestadt Hamburg ausgeguckt. Neben der sehr informativen Besichtigungen des Lübecker Drägerwerks, der Werft von Blohm+Voss, des Löschboots und der Hamburger Feuerwehr-Leitstelle, einer Bustour durch die Containeranlagen des Hamburger Hafens, unterhaltsamen Aktionen wie dem Miniatur-Wunderland oder dem Hamburg Dungeon kam auch der gesellige Teil der Fahrt nicht zu kurz.

Immer gegen Ende des praktischen Ausbildungshalbjahrs überprüft der Löschzug das an den vielen Übungsabenden im Sommer Erlernte im Rahmen seiner großen Abschlussübung. Für eine echte Überraschung sorgten die Organisatoren unter Leitung von Marco Kauhaus bereits zu Beginn, als die Anfahrt zum Übungsort in Sudberg durch einen vermeintlichen Realeinsatz unterbrochen wurde: Im Wald in der Heidestraße, im Bereich des Sportplatzes, sollte es einen unklaren Feuerschein geben. Schnell war klar, dass das kein Zufall war, sondern eine bewusste Finte der Ausbilder. Am Sportplatz angekommen, bot sich den Kräften zunächst ein verwüstetes Bild mit einem großen, brennenden und rauchenden Trümmerfeld. Schnell fanden sich zwischen den Trümmerteilen auch die ersten - sehr realistisch hergerichteten - Verletzten, die teils Schnittverletzungen als auch Amputationsverletzungen aufwiesen. Die Befragung der Verletzten ergab, dass es sich wohl um eine Gruppe von sieben Feuerwerkern handelte, die bei der Vorbereitung eines Feuerwerks eine ungewollte Explosion verursacht hatten. Vier Verletzte konnte unmittelbar im Bereich der Trümmer aufgefunden werden; weitere drei waren wohl in Panik in den Wald geflüchtet.

Die Einsatzstelle wurde daraufhin in mehrere Abschnitte geteilt. Zum einen wurde eine Patientenablage gebildet, in denen alle Ersthelfer des Löschzuges die Patienten bis zum Eintreffen der (fiktiven) Rettungswagen versorgten, außerdem wurde in mehreren Abschnitten der Wald systematisch durchkämmt. Nach mehreren Stunden waren alle drei Patienten im Wald aufgefunden und teilweise mit der Schleifkorbtrage aufwändig gerettet. Im Anschluss an die Übung wurde Marco Kauhaus zum Unterbrandmeister befördert, Christian Oertel wurde Brandinspektor, nachdem er im Rahmen seiner beruflichen Ausbildung einen Zugführer-Lehrgang am Institut der Feuerwehr in Münster besucht hatte.

Die Zahl der aktiven Mitglieder des Löschzugs hat sich durch den Zuzug von Michael Schmidt und André Mörchel auf derzeit 48 leicht erhöht. Auch wenn diese Zahl zunächst hoch erscheint, so wird der Löschzug auch in den kommenden Jahren weiter aktiv um Mitglieder werben müssen, die gerade in der problematischen Zeit unter der Woche tagsüber verfügbar sind. Seine Hausaufgaben gemacht dagegen hat schon Jürgen Hohnholdt, der Leiter der Ehrenabteilung. Er konnte einige verlorene Schafe reaktivieren und so stieg unter seiner Regie die Zahl der offiziell bei der Berufsfeuerwehr gemeldeten ehemaligen Kameraden inzwischen auf 50.

Neben der regelmäßigen Ausbildung am Standort nahmen auch in 2015 wieder viele Kameraden an weiterführenden Fort- und Weiterbildungen bei der Feuerwehr Wuppertal teil. So schloss beispielsweise Marius Müller seine Truppmannausbildung erfolgreich ab, Julian Homm erwarb den Führerschein Klasse C und darf nun die großen roten Autos bewegen.

Das hohe Einsatzaufkommen der letzten Jahre wurde dieses Jahr ein weiteres Mal übertroffen, und das obwohl in diesem Jahr kein einsatzintensives Sturm- oder Hochwasserereignis zu verzeichnen war. Mit insgesamt 210 Einsätzen überschritten wir die noch vor wenigen Jahren völlig undenkbare 200er-Marke deutlich, erreichten aber nicht unser Allzeit-Hoch von 219. Der Löwenanteil der Einsätze entfällt mit 119 auf die Alarmierungen der Ersthelfer-vor-Ort-Gruppe, die Zahl der Hilfeleistungen stieg auf 56, dagegen sank die Zahl der Brandeinsätze leicht auf 35. Dies spiegelt die allgemeine Verschiebung des Aufgabenspektrums der Feuerwehr wieder: Die Feuerwehr löscht nicht mehr nur Brände sondern wird vom Bürger in jeder Not- und Lebenslage zur Hilfe gerufen.

Auffällig in der Statistik war in diesem Jahr die hohe Zahl der Einsätze, bei denen es galt, die Gefahr durch austretendes Erdgas zu bekämpfen. Geschuldet den vielen entsprechenden Baustellen in unserem Einsatzgebiet setzt sich diese Serie bis ins laufende Jahr fort und wird uns mit Sicherheit auch noch eine Weile begleiten.

Zu einem sehr personalintensiven Einsatz in Wichlinghausen wurde am frühen Sonntagmorgen des 14. Juni das LF 20 alarmiert. Hier kam es zu einem Brand im CVJM-Jugendhaus. Nach Eintreffen der Kräfte aus Cronenberg stellten diese mehrere Sicherheitstrupps unter Umluft unabhängigem Atemschutz und wurden im Verlauf des Einsatzes zur Brandbekämpfung eingesetzt. Durch einen massiven Löschangriff, unter anderem über zwei Wenderohre über Drehleitern und diverse C- und B-Rohre, konnten benachbarte Gebäude geschützt werden. Im weiteren Verlauf des Einsatzes unterstützen die Cronenberger Kräfte noch bei Nachlöscharbeiten und beim Abpumpen des kontaminierten Löschwassers aus dem Keller mit insgesamt 25 Kameraden, verteilt auf 19 Stunden Einsatzdauer.

Zu einem mehrstündigen Arbeitseinsatz im Rahmen der Amtshilfe für das Land NRW wurde eine Gruppe des Löschzuges Cronenberg am Sonntagmorgen, den 13. September zusammen mit Kräften der anderer Löschzüge und dem Rüstzug alarmiert.

In den Sporthallen der Gesamtschule Ronsdorf wurde eine Notunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet. Dazu wurden ca. 2000 m² Fläche mit Verlegeplatten ausgekleidet und ca. 200 Doppelstockbetten montiert.

Am Freitag, den 4. Dezember, wurden gleich mehrere Kameraden des Löschzuges Cronenberg auf der Jahresabschlussveranstaltung der FF Wuppertal für langjährige Mitgliedschaft im Ehrenamt geehrt. Die Urkunde des Landes Nordrhein-Westfalen für 35-jährige Mitgliedschaft wurde vom Wuppertaler Oberbürgermeister Andreas Mucke sowie vom Leiter der Feuerwehr Ulrich Zander an die Kameraden Dirk Jacobs, Holger Arenz, Holger Laubert und Dirk Bieder übergeben. Gleichzeitig erhielten sie das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes NRW in Gold. Eine Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft und damit das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber erhielt Karsten Vitt. Wir freuen uns mit den Kameraden auf viele weitere Jahre!

Nachdem wir Anfang Dezember das TiC-Haupthaus in der Borner Straße aufgrund eines „nebelösen“ Fehlalarms bereits in offizieller Mission besuchen durften, bescherte uns der Förderverein einen schönen Abschluss des Jahres mit einer großartigen Weihnachtsfeier im TiC-Atelier.

 

Das Jahr 2016 begann – schon fast traditionell – bereits wenige Minuten nach der Jahreswende mit einer Reihe brennender Container, die sich zeitlich fein verteilten bis zum nächsten Morgen.

Auf der Jahreshauptversammlung im Februar wurde neben zahlreichen Ehrungen und Beförderungen zwei Kameraden eine besondere Ehre zuteil: Heinz-Günther Vitt und Hans-Peter Mühlhoff erhielten Urkunden für ihre 50-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr. Die beiden sind noch heute aktiver Bestandteil der Ehrenabteilung des Löschzuges.

Nachdem wir im März das vom Bürgerverein Sudbürger ausgerichtete Osterfeuer am südlichsten Zipfel unserer Stadt bewachten, nutzten wir im April die Gelegenheit zu weiterer Kooperation mit der beheimateten Industrie: Der Zangenhersteller Knipex veranstaltete erstmalig für seine rund 1000 Mitarbeiter eine „Freizeitmesse“, an der auch externe Besucher teilnehmen durften. Ziel war es, allen Gästen auf konzentrierter Fläche einen Überblick zu geben, was man in und um Cronenberg Schönes in seiner Freizeit erleben kann. Grund genug für die Feuerwehr Cronenberg, sich hier ebenfalls mit Löschfahrzeug und Infostand im Zuge der Mitgliederwerbung zu betätigen.

Zum Ende des Aprils veranstalteten wir an einem verkaufsoffenen Sonntag einen Aktionsstand des Fördervereines auf dem Cronenberger Rathausplatz. Neben aktiver Mitgliederwerbung konnten sich die Bürger hier aus erster Hand über Rauchmelder informieren, während die kleinen Besucher sich auf einer Hüpfburg austobten. Gekrönt wurde die Veranstaltung schließlich mit der feierlichen Übergabe von Wetterschutzjacken, die bei den darauffolgenden Pressaufnahmen auch gleich ihr Können unter Beweis stellten. Die Jacken wurden vom Förderverein für alle Mitglieder beschafft, da sie kein regulärer Bestandteil der in Wuppertal ausgegebenen Dienstkleidung sind, und somit eine wertvolle Bereicherung der Ausstattung darstellen.

Anfang Mai brachen wir zu einer besonderen Segeltour auf: Das letzte Mal auf Törn mit unseren jahrzehntelangen Skippern Jelte und Annelies auf dem Waterwolf, da die beiden in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Die Kameraden übergaben ein Abschiedsgeschenk.

Starkregen hielt im Juni viele Feuerwehreinheiten in NRW auf Trab. Bereits am 2. Juni, nur zwei Tage vor unserem Feuerwehrfest, musste eines unserer Löschfahrzeuge als Teil der 5. Bereitschaft der Bezirksabteilung Brandschutz des Regierungsbezirks Düsseldorf in den Kreis Wesel ausrücken. Die dortigen Ortschaften waren übermäßig stark von Überflutungen betroffen, so dass überörtliche Hilfe angefordert wurde. Da sich die 5. Bereitschaft Düsseldorf aus den Städten Remscheid, Solingen und Wuppertal zusammensetzt, war auch die FF Cronenberg bei dem 20-stündigen Einsatz vertreten.

Nur zwei Tage danach war uns Petrus auf dem Feuerwehrfest am 4. Juni aber mehr als wohlgesonnen. Hatten wir, bedingt durch die fürchterlich verregnete Aufbauwoche allerschlimmste Bedenken, riss passend am Samstag der Himmel auf. So könnte man die Beschreibung vieler Vorjahresfeste wiederholen, dass es mal wieder ein Fest der Superlative war, mit allen Fröhlichkeiten, die dazu gehören. Der Förderverein hat hier einmal mehr mit Unterstützung der Kameraden des Löschzuges ein Fest für die Cronenberger Bevölkerung auf die Beine gestellt, das seines Gleichen sucht. Kinderbelustigung jeglicher Art, Showübungen mit Unterstützung unserer Freunde vom Hahnerberg, sowie Musik von den Alten Schweden machten das Fest zu einem Erlebnis.

Ein selbst für Wuppertaler Verhältnisse selten dagewesener Starkregen sorgte wenige Tage nach dem Fest für skurrile Überflutungslagen in der Talsohle, so dass hier natürlich auch die Hilfe der Löschzüge auf den Anhöhen angefordert wurde. Bewährt hat sich dabei die neue Dienstanweisung über die Einsatzabschnittsbildung bei besonderen Lagen, die erstmals aktiv eingesetzt wurde.

Noch viel schlimmer traf es aber erneut den schon Anfang des Monats betroffenen Kreis Wesel: Gerade abgetrocknet, wurden die Ortschaften erneut von stärksten Regenfällen heimgesucht, so dass für die völlig ausgelasteten Einheiten abermals überörtliche Hilfe angefordert wurde. Daran waren Teile unserer Mannschaft mit einem Löschfahrzeug erneut beteiligt. Das überaus positive Miteinander aller Beteiligten und die Wahrnehmung der Öffentlichkeit zeigen sich bei solchen Einsätzen ganz besonders. Persönlich, aber auch in den sozialen Medien war der Feuerwehr großer Dank gewiss.

Erholung zwischen all dem Wetter und den sonstigen Einsätzen gab es im Juni nur beim traditionellen Rudelgucken anlässlich der Fußball-Europameisterschaft auf der hauseigenen Großleinwand. Doch auch dies wurde jäh beendet: Nicht durch einen Alarm, sondern durch Frankreich.

„Feuerwehr-Notruf. Wo genau ist der Notfallort?“ Nicht zuletzt um diese erste Frage bei der Wahl des Notrufes 112 beantworten zu können, besuchten uns auch im Jahr 2016 während der warmen Jahreszeit wieder zahlreiche Kindergartengruppen. Neben der Kinderbrandschutzerziehung, bei der unter anderem auf spielerische Art und Weise die korrekte Abgabe eines Notrufes nähergebracht wird, durfte natürlich auch die obligatorische Fahrzeugschau, verbunden mit der Abgabe von echtem Löschwasser nicht fehlen.

In der zweiten Jahreshälfte wurden die Fotoaufnahmen für den Bildband über die Feuerwehr Wuppertal realisiert. In vielen Terminen, verteilt über alle Löscheinheiten des Tals, kreierten die Künstler Tag für Tag mehr Material für das Endresultat, was aber noch einige Tage auf sich warten lassen sollte.

Mitte September erhielt der Löschzug Cronenberg ein neues Mannschaftstransportfahrzeug, das aufgrund seiner üppigen Funk- und Einbautenausstattung auch als Abschnittsführungsfahrzeug dienen kann. Eine Rückfahrkamera erleichtert die unfallfreie Einfahrt in unsere nicht mehr Norm konforme Fahrzeughalle.

Mit einer sehr gelungenen Jahresabschlussübung wurde Ende Oktober das Ende des praktischen Ausbildungshalbjahres besiegelt. Für diesen Zweck konnte die Ausbildungsabteilung ein leerstehendes Haus als Übungsobjekt organisieren, in dem sich ein Kellerbrand ereignete. Infolgedessen verrauchten die oberen Etagen und mehrere Personen wurden vermisst. Zufriedene Gesichter gab es bei der Nachbesprechung. Die Übungsziele wurden erreicht und die Schlagkräftigkeit einmal mehr unter Beweis gestellt. Im darauffolgenden Theoriehalbjahr wurden die im Sommer angewandten Handgriffe mit Wissen untermauert.

Die Ersthelfer des Löschzuges Cronenberg, deren Personallage lange nicht mehr so üppig ausfällt wie noch vor einigen Jahren, belohnten sich nach einer Fortbildung an einem novemberlichen Samstagnachmittag selbst für ihre Arbeit. Nach einem interessanten Besuch des Röntgenmuseums in der Lenneper Altstadt, ließ man den Abend nach gemeinsamem Abendessen beim Italiener gemütlich ausklingen.

Nachdem Mitte November wieder traditionell der Martinszug durch einen Verkaufsstand für Cronenberger Feuerwehrwurst kulinarisch bereichert wurde, gedachten wir am nächsten Sonntagmorgen beim Volkstrauertag der Toten aller Kriege dieser Welt. Hier hat man es in den letzten Jahren geschafft, durch den Einbezug aktuellerer Weltgeschichte, und dem Einsatz junger Redner, der Thematik des Opfergedenkens wieder mehr Aktualität und Identifikation zu vermitteln.

Zu einem schweren Gang brachen wir im Dezember auf. Plötzlich und unerwartet verstarb unser langjähriger Kamerad und Freund Dirk Vitt, der mittlerweile der Ehrenabteilung angehörte. Am 9. Dezember geleiteten wir ihn zu seiner letzten Ruhe.

Kurz vor dem Jahresende wurde der bereits erwähnte Bildband Feuerwehren in Wuppertal veröffentlicht und an die großzügigen Sponsoren des Buches sowie an alle Feuerwehrmitglieder ausgegeben. Zu diesem Zweck wurde die Fahrzeughalle der Hauptfeuerwache kurzerhand in einen Festsaal verwandelt. Die Erwartungen an das Buch wurden übertroffen: Feuerwehr, gepaart mit stimmungsvoll in Szene gesetzten regionalen Sehenswürdigkeiten, führten zu einem Bildband, bei dem man stolz sein darf, sich darin wiederzufinden.

Mit 244 Alarmierungen im vergangenen Jahr haben wir mit Abstand die jemals höchste Einsatzzahl erreicht. Die noch vor fünf Jahren stark dominierende Anzahl der Ersthelfer-vor-Ort-Einsätze hat sich dabei durch weitere Rettungsmittel im Süden der Stadt sowie einer Anhebung der Indikation für einen Ersthelfer-Alarm leicht gesenkt. Im Gegensatz zu einem starken Anstieg im Bereich der originären Aufgaben Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung. In beiden Sparten haben die Einsatzzahlen erneut deutlich zugelegt. Jedoch nicht, weil Cronenberg unsicherer wurde: Vielmehr zeigt sich hier vermehrt der demografische Wandel in Form der Unterstützung des Rettungsdienstes. Nachdem wir schon 2015 einen überdurchschnittlichen Anstieg bei den sogenannten „Hilflosen Personen hinter verschlossener Tür“ verzeichnet haben, wurden wir dazu im Jahr 2016 noch häufiger alarmiert. Hierbei unterstützt die Feuerwehr mit technischen Mitteln den parallel alarmierten Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr, um einen Zugang zum Patienten zu schaffen, der aufgrund eines medizinischen Notfalls nicht mehr in der Lage ist, selbstständig die Tür zu öffnen. Ebenfalls gestiegen ist die Alarmierungshäufigkeit zu Brandeinsätzen. Grund dafür sind die Heimrauchmelder: Durch massive Werbung in den vergangenen Jahren haben sich die kleinen Lebensretter in immer mehr Wohnungen durchgesetzt. Die Installation ist in NRW seit dem letzten Jahreswechsel nun auch in endlich in Bestandsbauten zur Pflicht geworden. Jahrelang war dies nur in Neubauten der Fall. Neben einem immensen Sicherheitsgewinn steigen zwar auch die Fehlalarmierungen. Dies nehmen wir jedoch gerne in Kauf, konnten doch auch in Cronenberg im vergangenen Jahr schon Menschenleben dadurch gerettet werden. In der Nikolausnacht konnte ein Hausbesitzer sein eigenes Leben und sein Hab und Gut retten, indem er, nachts geweckt vom Rauchmelder, noch in der Entstehungsphase den entstandenen Brand löschte.

Viele Einsätze müssen auf vielen Schultern getragen werden. Glücklicherweise haben wir uns personell positiv entwickelt: Nach dem Übertritt von Dominik Maurer in die Ehrenabteilung und dem Zugewinn von Stefan Kapeller und Francesco Burruano, konnten wir auch noch die Jugendfeuerwehrkameraden Sven Görsdorf und Philipp Junker in der Einsatzabteilung begrüßen. Das bringt uns zum Jahresende auf starke 51 Mitglieder, davon zwei Damen.

Seit sich unser ehemaliger Löschzugführer Jürgen Hohnholdt mit seinem nachgewiesenen Organisationstalent der verwalterischen Leitung der Ehrenabteilung angenommen hat, weht auch hier frischer Wind. Verschollen geglaubte Kameraden sind wieder aufgetaucht, alte Kontakte leben auf. Die Ehrenabteilung wartet dadurch derzeit stattlich mit 32 Mann auf.

Neben regelmäßigem Ausbildungsdienst am eigenen Standort bildeten sich viele Cronenberger Kameraden zusätzlich weiter: Michael Schmidt absolvierte als erwähnenswerter Quereinsteiger ohne Jugendfeuerwehrvorbildung seinen Grundlehrgang. Robin Birker meisterte als Lehrgangsbester den Truppführerlehrgang. Julian Homm und Dennis Schmalenberg haben nun die Lizenz zum Funken. Marius Müller darf neben dem Schultern des Atemschutzgerätes nun auch noch die Kettensäge bedienen. Ebenfalls an der Kettensäge ausgebildet wurde Oliver Sommavilla. Dominik Elter bewegt seit dem letzten Jahr auch die großen Autos und wird als Maschinist für Löschfahrzeuge tätig.

Zuletzt bleibt noch zu erwähnen, dass unser Förderverein neben der Anschaffung von Wetterschutzjacken und Finanzierung der Ersthelferfeier unzählige weitere Anschaffungen tätigte, von denen hier nur einige genannt werden sollen: Der Arbeitskreis Technik konnte eine professionelle Stichsäge entgegennehmen und die Ausbildungsabteilung eine akkubetriebene, fernsteuerbare Nebelmaschine für gezielte Brandraucheffekte. Daneben wurden Anschaffungen im Bereich der EDV und des Mobiliars getätigt. Wir freuen uns über die Tatkraft gepaart mit gleichzeitiger Besonnenheit des Vorstandes. Denn der prüft sämtliche Beschaffungsanträge gut und sinnvoll. Und auch für die Öffentlichkeit und zur Beruhigung aller Fördermitglieder sei an dieser Stelle noch einmal erwähnt, dass die Satzung es explizit verbietet, Anschaffungen zu tätigen, die die Einsparung kommunaler Mittel ermöglichen.

Völlig kostenlos, aber nicht umsonst gab es 2016 auch von Seiten der Stadtverwaltung noch eine Nettigkeit, die zeigt, wie mit einfachsten Mitteln das Ehrenamt wertgeschätzt wird: Gefühlt auf kurzem Dienstweg realisierte der neue Leiter der Feuerwehr Wuppertal, Herr Ulrich Zander, gemeinsam mit der Geschäftsstelle der Freiwilligen Feuerwehr die Möglichkeit, unter Vorzeigen des Dienstausweises freien Eintritt in die städtischen Bäder zu erhalten, um sich für den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst fit zu halten.

 

 

 

 

Zusammengetragen von Hans-Joachim Donner

 

Quellen:

Versammlungsniederschriften, Jahresberichte und Presseberichte Archiv FF Cronenberg

Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum 26.-28.06.1954

Festschrift zum 75-jährigen Jubiläum 12.-13.05.1979

Festschrift zum 80-jährigen Stiftungsfest 02.-03.06.1984

Festschrift zum 90-jährigen Stiftungsfest 13.-14.09.1986

Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum 21.-23.06.1996

Marianne und Uwe Eckardt: Cronenberg: Portrait eines Stadtteils 1950-1990, 2. Auflage, Horb, 1992

Uwe Eckardt: Cronenberg: Menschen, Daten, Fakten, 1. Auflage, Horb, 2000

Festschrift 950 Jahre Cronenberg und 400 Jahre Sensen-Privileg, Cronenberg, 2000

Feuerwehren in Wuppertal, Verlag Edition Köndgen, Auflage: 1 (2016)