Aktuelle Fahrzeuge
Die Einsatzfahrzeuge des Löschzugs Cronenberg
Der Löschzug Cronenberg verfügt über fünf Einsatzfahrzeuge, die wir hier im Einzelnen vorstellen möchten. Außerdem hat der Löschzug ein außer Dienst gestelltes Fahrzeug übereignet bekommen und übernimmt dessen Pflege.
Im Spätsommer 2013 nahm sich Jürgen Truckenmüller unseres Löschzuges an und lichtete unsere Fahrzeuge bei schönstem Wetter ab. Zum Fotoshooting von Jürgen Truckenmüller
Löschgruppenfahrzeug LF 20
Das Löschgruppenfahrzeug LF 20 ist seit August 2009 beim Löschzug Cronenberg im Einsatz. Es ist in der Regel das erstausrückende Fahrzeug bei einem Vollalarm und rückt auch bei den meisten Einfahrzeugalarmen aufgrund seines breiten Einsatzspektrums aus. Dieses reicht von der klassischen Brandbekämpfung bis hin zur technischen Hilfeleistung.
Mit seiner umfangreichen Ausstattung und einer Besatzung von neun Feuerwehrangehörigen (1/8) ist das LF 20 für ein breites Spektrum an Einsatzlagen gerüstet.
Löschtechnik und Wasserversorgung
Das Fahrzeug verfügt über einen fest eingebauten Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1.600 Litern. Im Heck ist eine Feuerlöschkreiselpumpe des Typs FPN 10-2000 verbaut. Sie erreicht eine Nennförderleistung von 2.000 Litern pro Minute bei einem Ausgangsdruck von 10 bar.
Für die schnelle Wasserabgabe steht eine direkt an die Pumpe angeschlossene Schnellangriffseinrichtung mit 50 Metern formstabilem Schlauch zur Verfügung.
Zur Wasserförderung über längere Wegstrecken und zur Brandbekämpfung führt das LF 20 eine fahrbare Schlauchhaspel mit acht B-Schläuchen sowie eine zusätzliche Verkehrssicherungshaspel am Heck mit. In den Geräteräumen befinden sich weitere Schlauchtragekörbe mit C-Schläuchen. Umfangreiche Armaturen zur Wasserentnahme, Wasserförderung und Wasserabgabe ergänzen die Ausstattung. Auch Schaummittel und die dazugehörigen Armaturen zur Schaumerzeugung sind an Bord.
Stromversorgung und Einsatzstellenbeleuchtung
Für die Stromversorgung an der Einsatzstelle verfügt das Fahrzeug über einen 13-kVA-Stromerzeuger.
Ein pneumatisch ausfahrbarer Lichtmast mit zwei schwenkbaren 1.500-Watt-Scheinwerfern sorgt für eine großflächige Ausleuchtung der Einsatzstelle. Ergänzend steht ein Lichtstativ mit zwei weiteren 1.000-Watt-Strahlern zur Verfügung sowie weitere moderne tragbare LED-Beleuchtung.
Umfangreiche Ausrüstung für jeden Einsatz
Neben der klassischen feuerwehrtechnischen Beladung verfügt das LF 20 über zahlreiche Spezialgeräte für unterschiedliche Einsatzsituationen.
Dazu gehören unter anderem:
- Brandbekämpfung: Atemschutzgeräte, Schaummittel, Rauchverschluss, Belüftungsgerät und Wärmebildkamera
- Technische Hilfeleistung: Hydraulisches Rettungsgerät, Türöffnungswerkzeug, Motorsäge und diverses Handwerkzeug
- Wasser und Umweltschutz: Zwei Tauchpumpen, Hebe- und Kanaldichtkissen sowie Ölbindemittel
- Weitere Ausrüstung: Sprungretter, Kaminkehrwerkzeug, Hitzeschutzkleidung, Schieb- und Steckleiter sowie Feuerlöscher
Die Wärmebildkamera unterstützt die schnelle Personensuche und das taktische Vorgehen bei Brandeinsätzen. Rauchverschluss und Belüftungsgerät helfen dabei, die Ausbreitung von Brandrauch zu begrenzen und verrauchte Bereiche gezielt zu entrauchen.
Durchdachte Details für mehr Sicherheit und Effizienz
Auch bei der Fahrzeugkonstruktion wurde auf eine möglichst sichere und ergonomische Handhabung geachtet. Eine umlaufende Beleuchtung der Geräteräume erleichtert die Geräteentnahme bei Dunkelheit. Eine Heckwarneinrichtung macht den nachfolgenden Verkehr auf das stehende Einsatzfahrzeug aufmerksam.
Für einen besseren Zugang zur umfangreichen Beladung lässt sich das Fahrzeugheck bis in Bodennähe absenken. Zusätzlich können rundum Trittbretter ausgeklappt werden, die den Zugang zu den Geräteräumen erleichtern.
Eine weitere Besonderheit bietet die Mannschaftskabine: Der Angriffstrupp kann bereits während der Anfahrt die Atemschutzgeräte anlegen. Dadurch ist es möglich, unmittelbar nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle unter Atemschutz vorzugehen und wertvolle Zeit zu gewinnen.
Löschgruppenfahrzeug LF 10
Das LF 10 wurde im Jahr 2003 in Dienst gestellt und war ursprünglich als TLF 16/25 im Einsatz. Mit seinem großzügig dimensionierten Löschwasserbehälter und seiner leistungsfähigen Pumpentechnik ist es besonders auf die Brandbekämpfung ausgelegt. Es ergänzt unseren Fuhrpark und bietet insbesondere bei Einsätzen ohne unmittelbare Wasserversorgung wichtige taktische Möglichkeiten.
Die Besatzung besteht aus einer Gruppe mit neun Feuerwehrangehörigen (1/8).
Löschtechnik und Wasserversorgung
Eine besondere Stärke des LF 10 ist sein fest eingebauter Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 2.400 Litern. Damit steht bereits bei der Ankunft an der Einsatzstelle eine beträchtliche Menge Löschwasser zur Verfügung.
Die fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe vom Typ FP 16/8 erreicht eine Nennförderleistung von 1.600 Litern pro Minute bei einem Ausgangsdruck von 8 bar. Über die Schnellangriffseinrichtung kann Löschwasser unmittelbar abgegeben werden. Der formstabile Schlauch muss dafür nicht erst vollständig von Hand ausgerollt werden. Das ermöglicht einen besonders schnellen Erstangriff.
Zur weiteren Wasserversorgung gehören Saugschläuche sowie zahlreiche Armaturen zur Wasserentnahme, Wasserförderung und Wasserabgabe. Auch Schaummittel für die Brandbekämpfung mit Schaum ist auf dem Fahrzeug verlastet.
Ausstattung und Einsatzmittel
Neben der umfangreichen Ausrüstung zur Brandbekämpfung verfügt das LF 10 über zahlreiche weitere Einsatzmittel.
Dazu gehören unter anderem:
- Brandbekämpfung: Vier Atemschutzgeräte, davon zwei in der Mannschaftskabine zum Anlegen während der Anfahrt und zwei weitere im Fahrzeugaufbau, Hitzeschutzkleidung und Schaummittel
- Beleuchtung und Stromversorgung: Flutlichtmast mit zwei 1.000-Watt-Strahlern sowie Stromerzeuger
- Technische Hilfeleistung: Tauchpumpe, Wassersauger, Motorsäge mit Schnittschutzhose und Waldarbeiterhelm sowie diverses Handwerkzeug
- Weitere Ausrüstung: Steckleiter, Material zur Verkehrsabsicherung und Armaturen zur Wasserentnahme und Wasserförderung
Sicherheit und Ergonomie
Für eine sichere Arbeit an der Einsatzstelle ist das LF 10 mit einer Umfeldbeleuchtung ausgestattet. Sie leuchtet die Bereiche rund um das Fahrzeug aus und erleichtert den Einsatzkräften insbesondere bei Dunkelheit die Orientierung, die Geräteentnahme und das Arbeiten an den Geräteräumen.
Ausrückordnung
Das LF 10 kann sowohl eigenständig zu Einsätzen ausrücken als auch im Rahmen eines Zugalarmes eingesetzt werden. Bei einem gemeinsamen Ausrücken des Löschzugs rückt es dabei grundsätzlich als zweites Fahrzeug aus.
Mit seinem großen Löschwasservorrat und der umfangreichen Ausrüstung ist das LF 10 eine wichtige Ergänzung unseres Fuhrparks und insbesondere bei der Brandbekämpfung vielseitig einsetzbar.
Tanklöschfahrzeug TLF 3000
Das Tanklöschfahrzeug TLF 3000 wurde 2021 in Dienst gestellt und erweitert die Einsatzmöglichkeiten des Löschzugs Cronenberg insbesondere bei der Brandbekämpfung in schwierigem Gelände. Mit seinem großen Löschwasservorrat, einer leistungsstarken Pumpentechnik und einem Dachwasserwerfer ist es bestens für Einsätze geeignet, bei denen eine schnelle und möglichst unabhängige Wasserversorgung entscheidend ist.
Löschtechnik und Wasserversorgung
Das Herzstück des Fahrzeugs ist der fest eingebaute Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 3.500 Litern. Damit steht bereits bei der Ankunft an der Einsatzstelle ein erheblicher Löschwasservorrat zur Verfügung.
Die leistungsstarke Feuerlöschkreiselpumpe verfügt über einen Nennförderstrom von 3.000 Litern pro Minute bei einem Ausgangsdruck von 10 bar. Damit ist das TLF 3000 auch für einen hohen Löschwasserbedarf bestens gerüstet.
Spezialausrüstung für die Waldbrandbekämpfung
Ein besonderer Schwerpunkt des Fahrzeugs liegt auf der Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden. Gerade in unwegsamem Gelände sind herkömmliche Schlauchleitungen häufig schwer zu verlegen und zu handhaben. Deshalb führt das TLF 3000 spezielle Ausrüstung für diesen Einsatzzweck mit.
Dazu gehören:
- Wasserrucksäcke für die gezielte und mobile Wasserabgabe direkt am Brandherd
- Druckschläuche der Größe D, die aufgrund ihres geringeren Gewichts besonders handlich sind
- Kompakte Schlauchtragekörbe für den schnellen Transport und die Verlegung der Schlauchleitungen
- Passende Armaturen zur Wasserförderung und Wasserabgabe mit D-Schläuchen
- Wasserwerfer auf dem Dach
Mit dieser Ausstattung können Einsatzkräfte auch abseits befestigter Wege flexibel vorgehen und kleinere Löschleitungen schnell bis zum Brandherd verlegen.
Personenrettung im unwegsamen Gelände
Nicht nur die Brandbekämpfung, sondern auch die Rettung von Personen aus schwer zugänglichem Gelände wurde bei der Fahrzeugausstattung berücksichtigt. Hierfür ist das TLF 3000 zusätzlich mit einer Schleifkorbtrage ausgerüstet. Sie ermöglicht den schonenden Transport verletzter oder nicht gehfähiger Personen auch dort, wo eine herkömmliche Trage an ihre Grenzen stößt.
Mannschaftstransportfahrzeug
Das Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) wurde am 16. September 2016 beim Löschzug Cronenberg in Dienst gestellt. Es ist ein vielseitig einsetzbares Fahrzeug, das weit mehr Aufgaben übernimmt als den reinen Transport von Mannschaft und Material.
Transport und Unterstützung
Im täglichen Dienstbetrieb wird das MTF vor allem zum Transport von Feuerwehrangehörigen und Material eingesetzt. Darüber hinaus steht es als Reservefahrzeug für die Ersthelfer vor Ort zur Verfügung und kann bei Bedarf deren Einsatzbetrieb unterstützen.
Mobiler Besprechungs- und Führungsraum
Eine Besonderheit des MTF ist seine Innenraumgestaltung. Durch die spezielle Sitzanordnung und den integrierten Tisch lässt sich das Fahrzeug auch als mobiler Besprechungs- und Führungsraum nutzen.
Bei größeren Schadenslagen kann das MTF zudem als Abschnittsführungsfahrzeug eingesetzt werden. Es bietet damit eine praktische Möglichkeit, Einsatzabschnitte zu koordinieren, Absprachen zu treffen und die Führungsarbeit direkt vor Ort zu unterstützen.
Ob Mannschaftstransport, Materiallogistik oder Führungsunterstützung: Das MTF ist ein flexibler Allrounder und eine wertvolle Ergänzung des Fuhrparks des Löschzugs Cronenberg.
Medi-PKW
Seit Juni 2019 steht dem Löschzug Cronenberg ein allradgetriebener VW Caddy als Einsatzfahrzeug für die Ersthelfer vor Ort (EvO) zur Verfügung.
Das Fahrzeug wurde speziell für diesen Aufgabenbereich ausgestattet. Durch entsprechende Einbauten kann die notfallmedizinische Ausrüstung sicher und übersichtlich verstaut werden. So ist sie im Einsatzfall schnell erreichbar und unmittelbar einsatzbereit.
Sollte der VW Caddy einmal nicht zur Verfügung stehen, übernimmt das Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) dessen Funktion. Damit ist sichergestellt, dass die Ersthelfer vor Ort auch bei einem Ausfall des regulären Einsatzfahrzeugs mobil bleiben und ihre wichtige Aufgabe wahrnehmen können.
Reserve-Tanklöschfahrzeug TLF 2000
Das TLF 2000 wurde 1991 in Dienst gestellt (damals noch als TLF 8/24) und im März 2013 vom Löschzug Schöller nach Cronenberg überstellt.
Es hat Feuerlöschkreiselpumpe im Heck eingebaut mit einem Nennförderstrom von 800 l/min bei 8 bar Druck. Das Fahrzeug besitzt einen großen 2400l Wasser fassender Löschwassertank. Aufgrund seiner Geländegängigkeit ist es speziell für Waldbrände geeignet und hält zu diesem Zweck zusätzliche Ausrüstung vor: Wasserrucksäcke sowie leichte, dünnere Schläuche (Größe D), sind in kleinen Tragekörben verlastet. Dazu gibt es die entsprechenden Armaturen zur Wasserfortleitung in kleinerer Größe. Für die Personenrettung im Wald ist das Fahrzeug zusätzlich mit einer Schleifkorbtrage ausgerüstet. Es ist derzeit beim Löschzug Cronenberg untergestellt und dient als ein stadweiters Reserve-Tanklöschfahrzeug. Daher trägt es die Wachenkennung "44", anstatt "26".
Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS
Das LF 16-TS war von 1987 bis 2009 im Einsatzdienst der Feuerwehr Cronenberg. Heute wird das Fahrzeug als Museumsfahrzeug vom Löschzug erhalten und gepflegt. Aktuell trägt es das Kennzeichen W-6307. In seiner ursprünglichen Verwendung als Bundesfahrzeug war es unter dem Kennzeichen W-8091 unterwegs.
Technik und Ausstattung
Eine Besonderheit des LF 16-TS ist seine umfangreiche Pumpenausstattung. Im Heck befindet sich eine eingeschobene Tragkraftspritze (TS 8/8). Dabei handelt es sich um eine tragbare Feuerlöschkreiselpumpe, die insbesondere zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern eingesetzt wird. Sie kommt beispielsweise dann zum Einsatz, wenn das Fahrzeug aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht nah genug an die Wasserentnahmestelle heranfahren kann.
Zusätzlich verfügt das Fahrzeug über eine fest eingebaute Frontpumpe vom Typ FP 16/8 ZS mit einer Förderleistung von 2.400 Litern pro Minute bei 8 bar.
Einsatzschwerpunkte
Mit seiner umfangreichen Schlauchbeladung ist das LF 16-TS besonders für die Wasserförderung über lange Wegstrecken und die Waldbrandbekämpfung ausgelegt. Es führt zahlreiche Schläuche sowie die erforderlichen Armaturen zur Wasserentnahme, Wasserförderung und Wasserabgabe mit.
Zur weiteren Ausstattung gehören unter anderem Atemschutzgeräte, eine Motorsäge, ein Greifzug, Hitzeschutzkleidung sowie verschiedene Leitertypen: Steckleiter, Klappleiter und Schiebleiter. Auch Saugschläuche gehören zur Beladung.
Eine Besonderheit des Fahrzeugs: Es besitzt weder einen Löschwasserbehälter noch eine Schnellangriffseinrichtung. Seine Einsatzmöglichkeiten sind daher auf die Wasserentnahme und -förderung sowie die Bereitstellung von Löschwasser ausgelegt.
Besatzung
Das LF 16-TS ist für eine Gruppenbesatzung ausgelegt. Diese besteht aus einem Gruppenführer und acht weiteren Feuerwehrangehörigen (1/8).